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Die Alpinale kehrt nach Bludenz zurück

Das 35. Alpinale Kurzfilmfestival wird nach 16 Jahren in Nenzing von 11. bis 15. August 2020 vor und in der Remise in Bludenz stattfinden. Damit kehrt die Kulturveranstaltung, die 1985 aus der Taufe gehoben wurde, wieder zu ihren Wurzeln zurück.

Mit der Rückkehr der Alpinale nach Bludenz kann sich das Kurzfilmfestival im urbanen Umfeld der Bezirkshauptstadt neu positionieren. Der Kurzfilm spielt dabei weiterhin die zentrale künstlerische Rolle. In Abstimmung mit der Stadt Bludenz soll dabei neben der Remise die Stadt an sich bespielt werden und ein urbaner Festivalflair entstehen. „Wir freuen uns sehr über diesen wichtigen kulturpolitischen Schritt für Bludenz, insbesondere über diesen kulturellen Stadtimpuls. Bludenz soll im August weit über die Stadt- und Landesgrenzen hinaus als die Filmdestination mit höchsten künstlerischen und veranstalterischen Ansprüchen positioniert werden“, freut sich Kulturstadtrat Christoph Thoma über die Rückkehr der Alpinale nach Bludenz.

An Grenzen gestoßen

„In Nenzing konnte sich der Verein in den vergangenen Jahren sehr erfolgreich entwickeln“, dankt Obfrau Manuela Mylonas den Verantwortlichen der Marktgemeinde Nenzing. Diese Entwicklung führte nun dazu, dass die Alpinale an Grenzen der Infrastruktur vor Ort gestoßen ist. Der Erfolg des Kurzfilmfestivals und die zahlreichen internationalen Gäste sorgen beispielsweise für Engpässe bei Übernachtungen im Ort, die Unterbringung außerhalb von Nenzing ist wiederum mit logistischen Schwierigkeiten verbunden. Zudem fehlte es an geeigneten Räumlichkeiten für eine Weiterentwicklung des Programms durch weitere Filmvorführungen und Workshops. Die gastronomische Bewirtung während der Festivalwoche und besonders nach Ende der Vorführungen stellte zudem eine Herausforderung dar.

In Bludenz sieht der Verein die passende Infrastruktur gegeben, um die Alpinale auch in den nächsten Jahren weiterhin erfolgreich durchführen zu können. Obfrau Manuela Mylonas erhofft sich neue Impulse für die Organisation des Kurzfilmfestivals und bedankt sich für die vielfältige Unterstützung seitens der Kulturabteilung der Stadt Bludenz.

Bereits mit der Alpinale Ländle Tour oder der Obacht! Horrorkurzfilmnacht zu Halloween hat der Verein sehr gute Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit der Kulturabteilung der Stadt Bludenz sammeln können. Dies hat den Verein ermutigt, den nächsten Schritt in der Vereinsgeschichte zu machen, quasi “back to the roots“.

1985 wurde die Alpinale in Bludenz von Günther J. Wolf und Otmar Rützler gegründet. Das Goldene Einhorn, der Preis der Alpinale, ist vom Wappentier der Stadt Bludenz abgeleitet. 2002/03 erfolgte der Umzug nach Nenzing mit kontinuierlicher Erweiterung der Inhalte (unter anderem mit einer eigenen Kategorie für Vorarlberger Kurzfilmproduktionen, Erweiterung des Kinder- und Jugendprogramms mit Workshops, Positionierung als Kurzfilmfestival). Ende 2008 übernahm Manuela Mylonas die Alpinale als Obfrau und Festivalleiterin. Zwei Jahre später startete die Alpinale Ländle Tour erstmals mit wechselnden Stationen in allen Vorarlberger Bezirken, mittlerweile expandiert das Format auch nach Wien und in die Schweiz. Im selben Jahr startete zudem die Vorarlberger Kurzfilmnacht. Im Vorjahr wurde mit der ersten Obacht! Horrorkurzfilmnacht in der Remise Bludenz ein weiteres, neues Format installiert. 2020 erfolgt nun also die Rückkehr der Alpinale in ihre Geburtsstadt.

Über die ALPINALE

  • Gefördert vom Bundeskanzleramt, dem Land Vorarlberg und der Stadt Bludenz
  • Mehr als 2000 Besucher jährlich
  • Rund 40 bis 45 internationale Kurzfilme werden in der Festivalwoche gezeigt
  • Internationale Fachjury
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