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Die „Schittbabln“ sind los!

Die „Schittbabln“ sind los!
Die „Schittbabln“ sind los! ©Herbert Bösch
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Wer derzeit mit offenen Augen durch die Gemeinde läuft, kann sich in so manchen Schaufenstern von Lustenauer Geschäften an den „Schittbabl“ erfreuen. Im Herbst 2011 fand im SPZ Lustenau ein klassenübergreifendes Projekt mit dem Thema „z´Luschnou duss am jungo Rhin“ statt. Die Kinder konnten zwei Vormittage lang aus einem reichhaltigen Angebot verschiedene Themen wählen und sich vertiefend damit beschäftigen. In einem dieser Angebote stand die Inszenierung des Gedichtes „Poppoliich“ vom bekannten Mundartdichter Hannes Grabher auf dem Programm. Das war der Auslöser dafür, dass eine regelrechte „Schittbabl-Werkstatt“ an der Schule entstanden ist. Schon bei den Projekttagen zauberten die Kinder aus Brennholzstücken die ersten individuellen Puppen und Buben wie Mädchen ließen sich im ganzen Schulhaus davon anstecken. Mit Stoffen, Federn, Knöpfen, Wolle und Perlen erhielten die Holzstücke Kleider, Haare, Ketten, Schmuck, Gesichter und immer die ganz besondere Note. Dabei entstanden Prinzessinnen, Feuerwehrmänner, Polizisten, Räuber, kleine Kinder, Braut und Bräutigam und viele andere Persönlichkeiten mehr. Es waren die Eltern, die die Lehrerschaft samt allen Kindern auf die witzige Idee brachten, diese vielen verschiedenen „Schittbabln“ in den Lustenauer Geschäften auszustellen. In den letzten Tagen machten sich die Kinder mit ihren LehrerInnen auf den Weg und fragten selbstständig und in Zusammenarbeit mit der Lustenauer Kaufmannschaft in den verschiedenen Geschäften nach, ob ihre Kunstwerke in den Schaufenstern ausgestellt werden dürften. Sie wurden überall mit offenen Armen empfangen.

Poppoliich

I´r Hoschtat grabind Kiend a Loch
und hünand as wi Hönd;
dr-neäbit lit im Poppobett
d`Schittbabl mit Vrbönd.

Duor Zufall gôht dar Doktr vöor
und heät si inträssiert:
„Was ist denn los, was schreit ihr so,
ist einem was passiert?“

„Mer gônd dr Poppo gad zur Liich,“
seyt Viktorlis dar Rouot,
„d´Schittbabl wierd vrgrabo hüt,
si ischt mausgagltouot!“

„Ja habt´s denn net an Doktr gholt
dem armen, kleinen Docht?“
„An Doktr?“, sägand´s, „gad zu was,
mer hônd si seälb ombrôôcht!“

Hannes Grabher

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