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Die „Moosbauern“

Jakob Moosbrugger und Anton Gmeiner
Jakob Moosbrugger und Anton Gmeiner
Das „Moos“ ist für die Bizauer etwas ganz besonderes.
Die Moosbauern

Hier wird eine für Vorarlberg einzigartige Moorkultur praktiziert. Südwestlich der Ulve fügen sich zahlreiche kleine Privatgärten zu einer faszinierenden Moosäckerlandschaft zusammen.

Wichtigste Nahrungsquelle

 Seit Jahrhunderten werden die Gärten und Äcker von der Bizauer Bevölkerung bewirtschaftet. Die Kartoffel wurde während der Krisenzeiten als wichtigste Moospflanze zur Selbstversorgung herangezogen. Und gerade sie gedeihe im Moos am allerbesten, sagt Anton Gmeiner, ein 81-Jähriger „Moosbauer“, der viel Zeit und Geduld in seinen Moosacker investiert. Während der letzten Nachkriegszeit wurde im Bizauer Moos sogar der Anbau von Mais und Tabak versucht. Am Morgen gab es Maisriebl und am Abend „gsottene Grumpara“, erinnerte sich Anton Gmeiner an frühere Zeiten.

Bruggmühle

„Den Mais brachte ich mit dem Fahhrad nach Egg in die Bruggmühle, wo er gemahlen wurde“, erzählt Gmeiner. Die Erde sei im Moos ertragreicher als anderen Orten, ist Jakob Moosbrugger, ein 91-Jähriger „Moosbauer“ überzeugt. Auch er verbringt trotz seines hohen Alters viel Zeit auf dem Acker. Beim Kartoffelanbau sei die Erde nach einer gewissen Zeit erschöpft, nicht so im Moos, weiß Jakob Moosbrugger aus Erfahrung. Im Moos gelten gewisse Regeln. So darf beispielsweise nur bis zum „Irgotag“ (Georgstag am 23. April) mit Fahrzeugen über die Wiesen und Äcker gefahren werden.

oder Steinbock Krebs

Der Kartoffelanbau ist eine eigene Wissenschaft. Sobald der letzte Schnee geschmolzen ist, begeben sich Anton und Jakob auf ihre Äcker. „Wir sind immer die Ersten. Uns ist nicht wohl, wenn wir keine Arbeit haben“, erklären die beiden. Im Frühjahr wird das Unkraut in den Äckern und Gärten entfernt und der Boden bestellt. Dann gilt es auf ein gutes Zeichen zu warten. Jakob Moosbrugger legt seine Kartoffeln bei Steinbock, Anton Gmeiner schwört auf den „Mojakreabs“ (Krebs im Mai). Beide Zeichen dürften gut sein, denn der Ertrag stehe dafür, sagt Anton Gmeiner.

Warm in den Keller

Im Herbst werden die Kartoffeln zu Hause an die Sonne gelegt, „sie sollten warm in den Keller“, so Gmeiner. Alsdann wird die Auswahl der Samenkartoffeln getroffen, die im Frühjahr wieder in die Erde kommen. Nicht zu nah und nicht zu weit auseinander. Etwa einen Schuh breit. Dies sei eine Grundvoraussetzung, erklärt Moosbauer Anton Gmeiner abschließend.  AK

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