Deutscher Forscher Bonhoeffer wird doch nicht Chef

Der deutsche Gehirnforscher Tobias Bonhoefer (48) wird doch nicht Präsident des Institute of Science and Technology Austria (I.S.T. Austria). Er habe abgesagt, teilte Interims-Manager Gerald Murauer am Montag der APA mit.

Bonhoeffer war Ende Juni als designierter erster Chef der “Elite-Uni” mit Sitz in Maria Gugging bei Klosterneuburg präsentiert worden.

“Personliche Motive” sowie der Wunsch, seine Forschungen am Max-Planck-Institut (MPI) für Neurobiologie bei München fortzuführen, sind die Gründe für die Absage von Bonhoeffer. Claus Raidl, Vorsitzender des Kuratoriums von I.S.T. Austria, und Haim Harari, Vorsitzender des Exekutivkomitees des Instituts, wiesen darauf hin, dass der geplante Amtsantritt Bonhoeffers erst im Herbst 2009 gewesen wäre.

Daher sei immer noch ausreichend Zeit für die Suche nach einem neuen Kandidaten. Alles in allem hat die ablehnende Antwort das Institut überrascht. “Wir respektieren jedermanns Karriereentscheidung und wir wünschen Tobias Bonhoeffer alles Gute”, hielten Raidl und Harari fest.

Aus dem Büro von Wissenschaftsminister Hahn hieß es auf Anfrage der APA, dass man die Absage von Bonhoeffer zur Kenntnis nehme. Hahn vertraue darauf, dass das Kuratorium “in absehbarer Zeit” Ersatz finden werde. Der niederösterreichische Landeshauptmann Pröll habe “höchstes Vertrauen” in Harari sowie Raidl hieß es aus Prölls Büro. Diese würden eine Entscheidung treffen. Es gebe eine “umfangreiche Liste von hoch qualifizierten Bewerbern”.

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