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Deutscher Finanzminister will Mindestpreis für Flugtickets

Flugtickets um 9,99 Euro oder weniger sollen verbannt werden
Flugtickets um 9,99 Euro oder weniger sollen verbannt werden ©APA/dpa
Nach Österreich will auch Deutschlands Finanzminister Olaf Scholz gegen Billigflüge vorgehen. Eine preisliche Untergrenze für Flüge sei in der Umsetzung, die Möglichkeiten dafür innerhalb des europäischen Rechts würden ausgelotet, sagte der SPD-Kanzlerkandidat am Mittwochabend in einem ProSieben-Interview. "Kein Flug darf billiger sein als die Flughafengebühren und alle anderen Gebühren, die dafür anfallen." Flüge würden damit künftig mindestens 50 oder 60 Euro kosten.

Die deutsche Regierung hat gerade die Klimaschutzziele verschärft. Mit Milliardenbeträgen soll zudem seit längerem die Deutsche Bahn verbessert werden. Doch bis zur Coronapandemie, in der der Flugverkehr eingebrochen ist, waren Flüge innerhalb Deutschlands oft deutlich günstiger als Bahnfahrten. Auch Verbindungen in Europa - etwa von den Lufthansa-Konkurrenten Ryanair und Easyjet - gab es teilweise für wenige Euro.

In Österreich hat die Regierung bereits vergangenes Jahr angekündigt, sehr billige Tickets verbieten zu wollen. Die EU-Kommission verlangte Anfang des heurigen Jahres Details zu den Plänen. Ein Mindestpreis wäre nämlich nicht EU-rechtskonform. Österreich peilt daher - ebenso wie nun Deutschland - eine verpflichtende Weitergabe von Steuern und Abgaben an.

(APA/Reuters)

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