AA

Deutscher Außenminister warnt vor "teutonischer Hochnäsigkeit" in EU

Westerwelle: Wahlkampf solle ohne Kränkungen der Nachbarländer auskommen.
Westerwelle: Wahlkampf solle ohne Kränkungen der Nachbarländer auskommen. ©EPA
Der deutsche Außenminister Guido Westerwelle hat die deutsche Politik davor gewarnt, mit Kritik an Euro-Problemländern im Wahljahr in Deutschland auf Stimmenfang zu gehen. "Wir sollte in diesem Wahlkampf ohne Kränkungen der europäischen Nachbarländer auskommen", sagte der liberale Politiker am Donnerstag in Berlin auf einem Europaforum des Westdeutschen Rundfunks (WDR). Westerwelle warnte auch vor jeder Form von "teutonischer Hochnäsigkeit".

Deutschland werde es nicht gut gehen, wenn es den Nachbarländern schlecht gehe, so Westerwelle. Zugleich warnte der FDP-Politiker davor, die EU nur unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu sehen. “Wir wollen kein Europa, dass sich auf monetäre Gesichtspunkte reduziert und nur als Freihandelszone begreift.” Die EU sei auch eine Wertegemeinschaft. Jetzt präge sich das Bild Europas in der Welt. Die Europäer dürften sich nicht nur mit ihren Problemen befassen und dabei den Blick auf die Welt verlieren, so Westerwelle. Bei einem Rückfall in Kleingeistigkeit und Nationalisierung werde Europa der Verlierer der weltweiten Umbrüche sein.

Hintergrund ist die seit langem harte Kritik auch aus den Reihen der schwarz-gelben Koalition an südlichen Euro-Staaten und Frankreich. In Deutschland wird am 22. September der neue Bundestag gewählt. Dann entscheidet sich, ob die christlich-liberale Koalition unter Bundeskanzlerin Angela Merkel an der Regierung bleibt.

(APA)

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Politik
  • Deutscher Außenminister warnt vor "teutonischer Hochnäsigkeit" in EU
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen