Deutsche Regierung erwägt Gründung mehrerer "Bad Banks"

Die Bundesregierung denkt einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" zufolge darüber nach, den krisengeschüttelten deutschen Banken die Auslagerung fauler Wertpapiere in Sonderfonds zu ermöglichen.

Anstatt die Risikopapiere der gesamten Branche in einer einzigen sogenannten Bad Bank zu bündeln, werde nun überlegt, kleine, auf die einzelnen Unternehmen zugeschnittene Bad Banks zu gründen, berichtete die Zeitung am Freitag unter Berufung auf Regierungskreise. Diese könnten dann Hilfen des schon bestehenden staatlichen Rettungsfonds SoFFin erhalten, ohne dass die Geldinstitute aus ihrer Mitverantwortung entlassen würden.

Je nach Zählweise sitzen die Finanzhäuser dem Bericht zufolge noch auf faulen Wertpapieren im Nominalwert von bis zu einer Billion Euro. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) lehnten eine generelle Verstaatlichung von Wertpapierverlusten aber weiterhin strikt ab, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Regierungskreise weiter. “Würden wir eine Bad Bank gründen, würde das beide Koalitionspartner zerreißen: die Union, weil sie das ordnungspolitisch nicht mit ihren Grundprinzipien in Einklang bringen könnte, und die SPD, weil das sozialpolitisch nicht vermittelbar wäre”, hieß es demnach.

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