Deutsche Postleitzahlen bleiben

Die ehemaligen Zollausschlussgebiete Kleinwalsertal und Jungholz (Tirol) dürfen ihre deutschen Postleitzahlen behalten. Einigung zwischen österreichischer und deutscher Post.

In den insgesamt vier Gemeinden werden künftig die österreichischen und die deutschen Postleitzahlen-Systeme zur Anwendung kommen, teilten am Freitagnachmittag Infrastruktur-Minister Hubert Gorbach (B) und die Österreichische Post AG in Aussendungen mit.

„Damit kommt man einem großen Wunsch der Bevölkerung und vor allem einem Erfordernis der Wirtschaft nach“, sagte Gorbach. Die von der österreichischen und der deutschen Post ausgehandelte Lösung sei serviceorientiert und gewährleiste unverzögerte Postdienstleistungen. Ohne diese Einigung wären die deutschen Postleitzahlen mit Jahresende weggefallen.

Auf Grund der geographischen Lage der Zollausschlussgebiete sind diese stark mit dem deutschen Wirtschaftsraum verschränkt. Geschäftsbeziehungen und wirtschaftliche Verflechtungen der vorwiegend kleinen und mittleren Unternehmen dieser Regionen bestehen nahezu ausschließlich mit deutschen Unternehmen. „Die weitere Verwendung der deutschen Postleitzahlen ist somit für die wirtschaftliche Entwicklung dieser Gemeinden von großer Bedeutung“, so Gorbach. Der Wegfall der deutschen Postleitzahlen hätte laut Einschätzung des Infrastrukturministers die wirtschaftliche Entwicklung der ehemaligen Zollausschlussgebiete gehemmt.

Post-Sprecher Martin Riedl betonte, dass die Dienstleistungen in beiden Gebieten von der österreichischen Post durchgeführt werden. Bei den Niederlassungen in Kleinwalsertal und Jungholz handle es sich um Filialen der Österreichischen Post AG auf österreichischem Staatsgebiet. Im Sinne der Gleichbehandlung aller österreichischen Kunden müssten daher für Sendungen nach Deutschland die regulären Auslandstarife angewendet werden.

Die drei Gemeinden des Kleinwalsertals mit ihren 5.000 Einwohnern und Jungholz (300 Einwohner) sind über Zollanschlussverträge aus dem 19. Jahrhundert wirtschaftlich an Deutschland angeschlossen. Bis zur Einführung des Euro 2002 wurde in den beiden Region mit D-Mark bezahlt. Auch postalisch wurden die Gemeinden an das deutsche Bundesgebiet angegliedert. Die Ortschaften hatten und haben nun auch weiterhin sowohl (vierstellige) österreichische als auch (fünfstellige) deutsche Postleitzahlen.

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