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Deutsche Lottoziehung und Glücksspielsendungen vor dem Aus

Nach dem vorläufigen Ende der "5 Millionen SKL Show" bei RTL sehen die privaten Lottovermittler in Deutschland auch andere TV-Sendungen wie die Ziehung der Lottozahlen vor dem Aus.

Wegen des seit Jahresbeginn geltenden Glücksspielstaatsvertrags drohe auch Sendungen wie “Aktion Mensch” (ZDF), der ARD-Fernsehlotterie “Ein Platz an der Sonne” und der NDR-Umweltlotterie “Bingo” das Ende, teilte der Deutsche Lottoverband am Donnerstag in Hamburg mit. Ebenso werde sich die “Lottofee” der öffentlichen Ziehungen der Lottozahlen in ARD und ZDF “einen neuen Job suchen müssen”. Laut Staatsvertrag darf im Fernsehen nicht mehr für öffentliche Glücksspiele geworben werden. Die Süddeutsche Klassenlotterie (SKL) führt derzeit Gespräche über eine mögliche Fortsetzung der “5 Millionen SKL Show”. Dabei gehe es um Modifizierungen, die das TV-Format mit dem neuen Staatsvertrag in Übereinstimmung bringen sollen, erklärte die SKL am Donnerstag.

Zuvor habe die zuständige Niedersächsische Landesmedienanstalt (NLM) dem Sender RTL mitgeteilt, dass die “rundfunkrechtliche Unbedenklichkeit” angesichts des Glücksspielstaatsvertrags derzeit nicht bescheinigt werden könne. RTL-Geschäftsführerin Anke Schäferkordt sagte der dpa am Donnerstag, dass die für den 30. August geplante nächste Ausgabe aus dem Programm genommen worden sei. Sie bestätigte damit einen Bericht der “Süddeutschen Zeitung”.

Die SKL hat sich nach eigenen Angaben bereits zu mehreren Änderungen an der TV-Show bereit erklärt. Dazu zählten der Verzicht auf das Telefongewinnspiel und die Nennung der Kandidatenhotline. In Gesprächen mit der Medienanstalt und anderen beteiligten Stellen solle “einvernehmlich eine langfristig tragfähige Lösung” gefunden werden. “Die SKL geht davon aus, dass bis zu einer endgültigen rechtlichen Entscheidung die SKL-Show nicht ausgestrahlt wird”, hieß es weiter.

Nach Ansicht des Lottoverbandes geht es nicht nur um Sendeplätze im Fernsehen, sondern um das Überleben von Lotto und Lotterien, die auf Werbung angewiesen seien “und die einen maßgeblichen Beitrag zur Finanzierung von Sozial-, Breitensport- und Kulturprojekten leisten”. Die im Staatsvertrag festgelegte Reduzierung der Werbung entziehe 10.000 kleinen Läden und Kiosken ihre Existenzgrundlage.

“Systematisch wird die deutsche Glücksspielkultur zerstört”, erklärte der Präsident des Deutschen Lottoverbandes, Norman Faber. “Es stehen nicht nur rund 35.000 Arbeitsplätze auf dem Spiel, sondern wenn am 1.1.2009 auch das Internetverbot für Lotto in Kraft tritt, werden den Bundesländern jährlich mehr als 1 Milliarde Euro fehlen.” Der Deutsche Lottoverband vertritt unter anderem Anbieter wie Faber, Tipp24.de und Jaxx.de.

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