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Deutsche "Baronin" im Fall "Heisler" vor Gericht

Ein aufsehenerregender Prozess um das Verschwinden eines Juweliers aus Zell am See beginnt am Freitag am Landesgericht Salzburg. Angeklagt ist eine 55-jährige "Baronin" aus Deutschland wegen schweren Betruges, Diebstahls und Urkundenfälschung. Die Ostdeutsche soll den gebürtigen Wiener Friedrich Heisler (67) um 835.458 Euro gebracht haben.

Im August 2007 waren die beiden nach Südafrika gereist, die “Baronin” war aber alleine zurückgekehrt. Seither ist der Pensionist vermisst. In Deutschland wird gegen die Angeklagte wegen Mordes ermittelt. Die “Freifrau” – sie war einmal mit einem Adeligen verheiratet – beteuerte bisher ihre Unschuld. Im Ermittlungsverfahren wegen Mordes gab sie an, der Juwelier sei wegen Kinderpornografie verdächtigt worden und habe sich deshalb nach Kuba absetzen wollen.

Die bisher unbescholtene Frau, die in den 1980er Jahren für die Stasi gearbeitet hatte, hatte den Juwelier im Internet kennengelernt. Bevor sie die “Überraschungsreise” nach Johannesburg antraten, soll sie dem Witwer laut Staatsanwaltschaft Blanko-Überweisungsbelege und eine Generalvollmacht für seine Konten herausgelockt haben. Nach ihrer Rückkehr habe sie die Villa in Zell am See samt Tresor geplündert und mit den Vollmachten rund 170.000 Euro von den Konten des Vermissten behoben.

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