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Design, das Mehrwert stiftet

Lauterach - Der in Vorarlberg wohnenende Schweizer Dominic Schindlers "Handschrift" verleiht Investitionsgütern eine neue Dimension.

Was haben ein Entwurf der 55-Meter-Luxusyacht “Wally Power”, ein für den französischen Mimen (und Hobbywinzer) Gerard Depardieu kreiertes Champagner-Label und jene insgesamt 100 völlig neu gestalteten Werkzeugmaschinen gemein, die Weltmarktführer Gildemeister Ende September auf der Fachmesse EMO in Hannover präsentierte? Es ist die „Handschrift“ ihrer Designs, nämlich die des Senkrechtstarters Dominic Schindler, der vor eineinhalb Jahren die Dominic Schindler Creations Ltd. in der Lauteracher Reitschulstraße eröffnete.

Design-Querdenker

Schindler, in Sachen Kreativität durchaus „erblich vorbelastet“ – so erfand sein (väterlicher) Urgroßvater die elektrische Küche, sein (mütterlicher) Großvater den Sonnenschutz Piz Buin – war eigentlich zwecks Studium der italienischen Literatur in Florenz aufhältig, als ihn die Begegnung mit Matteo Thun, einem der Väter des postmodernen Designs, zu einem radikalen Metier-Wechsel inspirierte. Statt Literatur studierte Dominic Schindler in der Folge an der renommierten Parsons School of Design, und neben diesem BFA (Bachelor of Fine Arts) hat er an der Harvard Business School in Cambridge auch noch Business- und Management-Kompetenz erworben. Seither macht der in Vorarlberg wohnende Schweizer Staatsbürger, der fünf Sprachen fließend spricht, mit querdenkerischen Designkonzepten von sich reden, zuletzt vor allem mit innovativen Redesigns für den Investitionsgütersektor, nachdem er anfänglich u. a. für Mode- und Luxusproduzenten spektakuläre Entwürfe abgeliefert hatte.

Alles in Frage stellen

Am jüngsten Gildemeister-Großauftrag wird ablesbar, was Redesign für Investitionsgüter ì la Dominic Schindler bedeutet. „Ich möchte einer Maschine, einer Anlage, einer Apparatur nicht nur ein attraktives Erscheinungsbild verpassen, sondern auch ihren funktionalen Mehrwert steigern. Dazu werden sämtliche Elemente/Komponenten in Frage gestellt, neu durchdacht – zwischen Funktionalität, Ergonomie und Formensprache muss es eine gelungene Synthese geben. Weil in so ein Redesign auch Ästhetik, Ökonomie, sogar Dinge wie betriebliches Corporate Design oder Kundenerwartungen mit einfließen, erwächst solch technischem Gerät durch unsere Arbeit ein konkreter Mehrwert“, verdeutlichte Schindler gestern im „VN“-Gespräch seine Designphilosophie.

Kaum in Österreich

Schindler, der auf Wunsch auch ganze Firmengebäude designt, hat so gut wie keine Kunden in Österreich, dafür aber klingende italienische, französische und deutsche Industrienamen im Auftraggeber-Portfolio. Neben vier fix angestellten Designern beschäftigt der Shooting-Star der Branche eine Reihe von Freelancern, wobei in Projekte wie das von Gildemeister – eben das Redesign einer kompletten Produktreihe des Werkzeugmaschinen-Weltmarktführers – „mindestens drei bis vier Monate“ an intensivster Befassung mit dem Klienten investiert werden. Neben Gildemeister sind dies aktuell auch Prestigekunden wie der Allgäuer Hersteller von Laser-Messsystemen Zoller + Fröhlich (Z+F), der Baggerbauer Takeuchi oder Flugzeugkonstrukteur Falcon.
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