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Derby-Schlager im Halbfinale

Spannung und Brisanz verspricht das Halbfinale in der Eishockey-Nationalliga. Feldkirch gewann am Mittwoch in Kapfenberg 7:4 und trifft nun auf den EHC Lustenau. Der EC Dornbirn scheiterte an Zeltweg.

Feldkirch trifft im Halbfinale auf Lustenau
“Feldkirch, wir kommen”, skandierten die Fans des EHC Lustenau nach dem 3:2 über den EC Salzburg. Der EHC Feldkirch 2000 machte das Vorarlberger Traum-Halbfinale mit einem 7:4-Erfolg in Kapfenberg perfekt. Wobei der Auswärtssieg nach der 8:1-Heimgala gegen die Steirer wesentlich umkämpfter war. Immerhin schockte Kapfenberg die Montfortstädter mit einer frühen 2:0-Führung durch Preis und Prochazka, aber nach zehn Minuten hatten sich die Gäste erfangen. Marco Ferrari (14.) sorgte für den wichtigen Anschlusstreffer – und die Gangart der Steirer wurde härter. “Die waren ein wenig übermotiviert und haben sehr undiszipliniert agiert”, sah es Feldkirch-Coach Tom Pokel, “aber wir haben sehr clever weitergespielt und uns von den Härteeinlagen nicht provozieren lassen. Das hat am Ende den Unterschied ausgemacht.” Mit einem Doppelschlag – Fussi traf bei einer 5:3-Überlegenheit, Strauss im folgenden 5:4-Powerplay – drehte Feldkirch innert 25 Sekunden (22./23.) die Partie und ließ sich auch durch den erneuten Ausgleich (Havasi/29.) nicht mehr aus dem Konzept bringen. Pokel war sehr zufrieden: “Ab dem zweiten Drittel war praktisch kein Spielfluss mehr da, es ging fast nie fünf gegen fünf. Meine Jungs haben wie nach dem 0:2-Rückstand Charakter gezeigt und die Disziplin bewahrt. Jetzt freut er sich auf die Halbfinalderbys gegen Lustenau. Wir haben unsere Pflicht getan und können jetzt mit freiem Kopf das Finale ansteuern.”

EHC Kapfenberg – EHC Feldkirch: 4:7 (2:1,1:3,1:3)
Torfolge: 2. 1:0 Preis (5:4-Powerplay), 13. 2:0 Prochazka, 14. 2:1 Ferrari, 22. 2:2 Fussi (5:3), 23. 2:3 Strauss (5:4), 29. 3:3 Havasi (5:4), 32. 3:4 (5:4) Lampert, 42. 3:5 Rossi (5:4), 43. 3:6 Sticha (5:3), 48. 4:6 Kraxner (5:4), 57. 4:7 Strauss (5:4)
Strafen: 34 bzw. 26
Feldkirch gewann die Serie 2:0

Wiener Eislöwen – EK Zell am See: 3:5
Zell gewann die Serie 2:0

Lustenau zog ins Halbfinale ein, für Dornbirn ist die Saison zu Ende
Es war eine zähe Angelegenheit für den Hausherrn. Nach dem glatten 5:2-Erfolg in der Mozartstadt ließ der EHC im zweiten Viertelfinalspiel jegliche Souveränität vermissen, es musste profanes Handwerk her. Die schnelle 1:0-Führung von Martin Zeilinger nach 83 Sekunden drehten die Gäste durch einen Treffer in Unterzahl durch Daniel Zach (5.) und einen in einer doppelten Überzahl durch Youssef Riener (13.) um. Tero Paappanen machte es wieder gut, glich ebenfalls bei einer 5:3-Übermacht zum 2:2 (16.) aus. Ausgerechnet der starke Salzburg-Goalie Innerwinkler verhalf dem EHC auf die Siegerstraße. Nach einem verunglückten “Ausschuss” musste Markus Hanschirik mit einem Foul ausbessern. Das Powerplay nützte Sigi Haberl zum 3:2-Siegtreffer (36.) – sein “Hammer” wurde wegen eines gebrochenes Stocks zum “Schüsschen, fand aber trotzdem den Weg ins Tor.

Mit Meisterambitionen war man in die Punktejagd gestartet, nach dem frühen Aus kehrt beim EC Dornbirn Ernüchterung ein. “Es ging ziemlich enttäuschend zu Ende”, meinte der sportliche Leiter Roland Ganahl. “Tommy Kivijaho war in der entscheidenden Phase nicht fit, bei Andrej Rajcak haben die Leistungen nachgelassen – aber die jungen Burschen haben bis zuletzt tapfer gekämpft.” 1:5 und 2:5 im Grunddurchgang in Zeltweg verloren, auch die dritte Reise in die Obersteiermark waren schlussendlich verlorene Kilometer. Zu zahm waren die Bulldogs vor dem gegnerischen Tor: “Wir hatten viele gute Möglichkeiten, besonders im Powerplay”, sagte Ganahl, „aber wie schon in den letzten Partien fehlte der Killerinstinkt.” Noch dazu kassierte man das erste Gegentor im Überzahlspiel. Florian Hutzl (37.) und nochmals der NHL-erfahrene Kyösti Karjalainen (52.) verabschiedeten die Bulldogs endgültig in den Urlaub.

Nationalliga Play-off – Viertelfinale: 2. Runde:

EHC Lustenau – EC Salzburg: 3:2 (2:2,1:0,0:0)
Rheinhalle, 1200, SR Längle, Maier, Zehenthofer
Torfolge: 2. 1:0 Zeilinger, 5. 1:1 Zach (4:5-Unterzahl), 13. 1:2 Riener (5:3-Überzahl), 16. 2:2 Paappanen (5:3), 36. 3:2 Haberl (5:4)
Strafminuten: 23 plus 10 plus Spieldauerdisziplinar bzw. 25 plus 10 plus Spieldauerdisziplinar
Lustenau gewann die Serie 2:0

EV Zeltweg – EC Dornbirn: 3:0 (1:0,1:0,1:0)
Torfolge: 16. 1:0 Karjalainen (4:5-Unterzahl), 37. 2:0 Hutzl, 52. 3:0 Karjalainen
Strafen: 16 bzw. 18
Dornbirn verlor die Serie 0:2

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