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Der Zielraum bleibt Zankapfel

Lech - Die Pisten waren optimal präpariert, die Organisation 1 a. Nach den beiden FIS-Herren-Skirennen gab es für Lech nur Lob. Der Zielraum bleibt jedoch Zankapfel.

Nicht ganz standesgemäß ist allerdings weiterhin das Zielraumgelände der Hinterwies-Strecke: schwer erreichbar, kaum Parkplätze, alles sehr beengt.

Für eine Europacupveranstaltung untauglich, an einen Weltcup ist unter diesen Umständen nicht zu denken. Um den will man sich aber im Nobelskiort am Arlberg wieder bemühen, je schneller, desto besser. Neben Skiclubchef Stefan Jochum engagiert sich für eine standesgemäße Veranstaltung vermehrt die junge Garde aus dem Dorf. Wie etwa Olympiasieger Patrick Ortlieb, der nicht nur dem Ländle-Nachwuchs günstig Unterkünfte zur Verfüfung stellt, sondern bei den aktuellen FIS-Bewerben selbst als Pistenhelfer Hand anlegte.

Solange das Zielgelände der Zankapfel bleibt nützen aber auch bestens präparierte Strecken nichts. Erst letzte Woche mussten die Pläne für das Zielstadion am Schmelzhof eingestampft werden: der Besitzer des Grundstücks war nicht für einen Verkauf bereit. Ing. Michael Manhart, Chef der Skilifte Lech, packte gleich eine neue Variante aus: „Das Ziel endet jetzt eben nicht unterhalb der Zuger Straße, sondern oberhalb.” Im Berg soll u.a. eine Tiefgarage Platz finden. „Auch wenn die Strecke jetzt ein paar Meter kürzer ist: wir kommen bei allen Bewerben auf die vorgeschriebenen Längen,” sagt Manhart.

Warum es in Lech bei diesem Thema so kleinkariert zugeht? „Da sind persönliche Abrechnungen im Gang,” weiß Ortlieb. „Wenn die Gemeinde einem vorschreibt, dass eine Beleuchtung nicht ordnungsgemäß aufgehängt ist und entfernt werden muss, schaltet der Betroffene halt auf stur”, beschreibt er die Befindlichkeiten im Ort.

Vorarlbergs Skipräsident Rolf Amann ist über die neuerlichen Änderungen wenig bnegeistert: „Das kostet wieder sehr viel Zeit. Ich denke, man sollte sich nochmals Gedanken darüber machen, ob nicht der Zielraum an der Schlegelkopf-Talstation adaptiert werden sollte.” Sicher ist für den VSV-Boss: „In Vorarlberg ist momentan nur in Lech eine Weltcupkonkurrenz machbar.” Im nächsten Jahr wird das Ländle Schauplatz von vier FIS-Veranstaltungen sein.

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