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Der Weg zum Titel kann auch das Ziel sein

Noch vor einem Jahr war es nicht sicher, ob wir den Bewerbungsprozess weiterführen werden, nun sind wir offiziell Bewerber um den wichtigsten europäischen Kulturtitel.
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Die Kulturmanagerin hat vor wenigen Tagen die Bewerbungsunterlagen, das sogenannte Bid Book, im Bundeskanzleramt in Wien eingereicht. Das Eintreffen wurde bestätigt. Nun heißt es allerdings nicht abwarten, sondern weiterarbeiten. Ende Jänner 2019 steht fest, ob die Städte Dornbirn, Hohenems und Feldkirch mit der Regio Bregenzerwald einen Schritt weitergekommen sind, ob Vorarlberg vom Juroren-Team besucht wird, das sich mit den Gegebenheiten und den Menschen vor Ort auseinandersetzt. Im Spätherbst 2019 wird entschieden, ob der Titel Europäische Kulturhauptstadt, den sich Österreich für 2024 gesichert hat, in den Westen kommt.

Nichts ist umsonst

Sollte es so sein, erarbeiten die drei Städte und die Regio Bregenzerwald gemeinsam ein Programm, das weitere Orte in Vorarlberg einbezieht und die Grenzen zu Deutschland, der Schweiz und Liechtenstein berücksichtigt, wo man bereits sehr positive Signale hinsichtlich einer Zusammenarbeit vernommen hat. Sollte es nicht so sein, so war nichts umsonst. Die Bürgermeister von Feldkirch und Hohenems, Wilfried Berchtold und Dieter Egger, sowie die Bürgermeisterin von Dornbirn, Andrea Kaufmann, haben sich, wie Bettina Steindl bestätigt, dahingehend geeinigt, dass man die gesammelten Vorschläge und die dokumentierten Themenschwerpunkte hinsichtlich gesellschaftspolitischer, bildungspolitischer, kultureller und somit beispielsweise auch städteplanerischer bzw. architektonischer Entwicklungen im Büro keinesfalls archiviert. Die einzelnen Punkte werden in die Leitbilder oder Kulturstrategien der Städte aufgenommen. Grundsätzlich gilt, dass der seit Juli 2016 eingeschlagene gemeinsame Weg nicht gänzlich verlassen wird. Die Lösungsorientiertheit, die man bei der Vorbereitung der Bewerbung
an den Tag gelegt hat, will man
beibehalten.

„Mutausbruch“

Und was haben die Juroren nun aus Vorarlberg erfahren? Dass das Land viel zu bieten hat und sich als vor mehreren Jahrzehnten eher arme Region zu einer der reichsten Regionen in Europa entwickelt hat, sei ebenso ein Fakt wie die Saturiertheit, die sich mittlerweile gerade dort als gefährliche Stimmung einstellt, wo einst mit Innovationsgeist und Fleiß viel Positives bewirkt wurde, erklärt Bettina Steindl. Wenn es also darum geht, die Notwendigkeit, den „Need“ darzulegen, mit dem Titel Europäische Kulturhauptstadt Prozesse in Gang zu bringen oder die Menschen zu motivieren, ihr Lebensumfeld vor dem Hintergrund eines breit gefassten Kulturbegriffes und mit einem bewussten Blick über die Stadt- und Landesgrenzen aktiv mitzugestalten, dann sei Mut ein zentrales Schlagwort. „Mutausbruch“ heißt es daher im Bid Book, dem beantworteten Fragen-Katalog.

Wenn die Vorarlberger Städte in die zweite Runde kommen, hat das Kulturhauptstadt-Team zudem die Möglichkeit, seine Vorstellungen in einer Fragerunde mündlich darzulegen. Nachdem eine Stadt nach den EU-Richtlinien die Funktion einer Bannerstadt übernehmen muss, hat man sich in Dornbirn schon vor einiger Zeit für diese Rolle entschieden. Im Team selbst und in der bevölkerungsreichsten Stadt des Landes war man sich ohnehin einig: Während die Stadtvertreter in Hohenems und Feldkirch mit sehr großer Mehrheit für die Bewerbung stimmten, waren in Dornbirn alle dafür, es gab keine einzige Gegenstimme.

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