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Der "Walgauer" kommt

Mehr Wertschöpfung soll durch den "Walgauer" in der Region bleiben.
Mehr Wertschöpfung soll durch den "Walgauer" in der Region bleiben. ©Harald Hronek

(amp) Die Vorbereitungen für die Einführung des “Walgauer” als Regionalwährung zwischen Nüziders und Frastanz laufen auf Hochtouren. In den Gemeindestuben werden Grundsatzbeschlüsse gefasst, so auch Dünserberg. Bei Gewerbetreibenden und Institutionen wird die Werbetrommel gerührt. Beim “Talente Tauschkreis” hat man mit Regionalwährungen bereits Erfahrung. “Es geht um Wertschöpfung und regionale Bewusstseinsstärkung”, macht Rolf Schilling vom “Talente Tauschkreis” auf Erfahrungswerte in der Wälder Gemeinde Langenegg aufmerksam. Dort werden sogar Vereinsförderungen als Regionalwährung ausbezahlt. Der “Langenegger” ist durchschnittlich vier Mal im Umlauf. 60 Prozent der Bevölkerung kauft im Dorf ein. Um den “Walgauer” richtig in Umlauf zu bringen, kann sich Schilling vorstellen, dass auch Gemeindesteuern – von der Hundesteuer bis zur Grundsteuer, Wasser- und Kanalgebühren – mit dem “Walgauer” abgegolten werden.

“Walser Thaler” und “Klostertaler” sind bereits im Umlauf. Mit dem “Walgauer” setzt man erstmals in einer Großregion mit über 30.000 Bewohnern auf die Regionalwährung. “Ziel einer Regionalwährung ist die Stärkung der Wirtschaftskreisläufe in der Region, die Unterstützung der heimischen Betriebe bei ihren Vermarktungsschienen und die Bewusstseinsbildung in Betrieben, Vereinen und der Bevölkerung im Walgau für mehr Wertschöpfung”, sagt Rolf Schilling. Derzeit steht der “Walgauer” noch als Geschenkmünze unter der Patronanz der Regionalen Freizeit-und Infrastrukturgesellschaft (RFI) und ist als solches geschützt.

Rücktausch mit Abschlägen
Ziel ist es, den “Walgauer” möglichst lang zirkulieren zu lassen. Werden “Walgauer” in Euro zurückgetauscht, müssen sieben Prozent Abschlag in Kauf genommen werden. Betriebe können den Abschlag als Marketingkosten steuerlich geltend machen. Geplant ist die Einführung von 1,2,5,10,20, 50 und 100 Euro – Stückelung mit entsprechenden Sicherheitsmerkmalen, die dem offiziellen Zahlungsverkehr entsprechen. Bei einem monatlichen Haushaltsabo im Wert zwischen 50 und 300 Euro gibt es einen Rabatt von drei Prozent. “Damit wird der Einkauf im Dorfladen gegenüber dem Supermarkt wieder interessant”, ist Schilling überzeugt. “In Langenegg schreibt der Nahversorger jedenfalls seit Einführung der Regionalwährung schwarze Zahlen”.

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