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Der Übergang vom Sprint zum Marathon

Dorothee Deuring setzt für den Restart auf agile Planung.
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Die Vorarlbergerin Dorothee Deuring ist Corporate Finance Spezialistin mit mehr als 25 Jahren Erfahrung in den Bereichen Biopharma, Fertigungstechnologie und Finanzwesen. Sie bringt ihre Erfahrungen im Verwaltungsrat mehrerer Unternehmen, darunter Axpo (Energie), Bilfinger (Fertigungstechnologie), Elementis (Spezialchemie) sowie der Lonza Group AG (Biopharma) ein.

„Nachhaltiger aufgestellt“

Das Virus habe Abläufe in Höchstgeschwindigkeit digitalisiert, und damit transparenter und effizienter gestaltet. Unternehmen seien dadurch nicht zuletzt auch für Zukunft besser gerüstet und nachhaltiger aufgestellt. Sie stellte die von ihr als Verwaltungrätin betreuten Firmen vor, stellt aber auch fest, dass die gesetzten Maßnahmen trotz der unterschiedlichen Tätigkeiten fast deckungsgleich gewesen seien.

Jede Massnahmen war aber von Planungsunsicherheit begleitet und Management und Teamleiter standen ständig unter Strom. Der Adrenalin-Level kann aber nicht ewig aufrecht erhalten werden, ohne dass Mitarbeiter Schaden nehmen. „Es war also notwendig den Übergang vom Sprint zum Marathon in die Wege zu leiten“, betont Deuring. Für Unternehmen bedeute das: neu planen.  „Als ehemalige Leistungsportlerin weiß ich, in Zeiten von Wettkampfpausen oder Unterbrüchen, ist gründliche Planung für den gezielten Aufbau jener Muskelgruppen gedacht, die der Sportler fur die Wiederaufnahme seines Wettkampfsports benötigt. Und die Beschäftigung mit der Planung mindert die Lethargie.“ Auf Unternehmen umgelegt sei intensive Planung ein Mittel, Mitarbeiter auf einen gemeinsamen Weg zu bringen.

Freiräume aufrechterhalten

Für die Zukunft sei es besonders wichtig eine agile Planungsroutine zur Unterstützung von Teamkultur und Entscheidungsprozessen aufrecht zu halten und Investitionen in Digitalisierung zur Prozessunterstützung und Vereinfachung zu tätigen
Die Mitarbeiterteams werden, so Deuring, flexibel zu organisieren und den während der Pandemie gewonnen Freiraum auch aufrecht erhalten.

Die Verwaltungsrätin sagt voraus, dass die Unternehmen verstärkt zurück zu jenen Themen finden, die Konzerne bereits vor der Pandemie beschäftigt haben: Umwelt, Soziales, Governance, Initiativen, welche die nicht-finanziellen Parameter des Wirtschaftens, wie CO2-Verbrauch oder die Einhaltung von Sicherheitsstandards misst.

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