Der Rhein flutete das Vorland

Schwarzach - Außergewöhnlich ist es zwar nicht und schon gar nicht besorgniserregend, aber immerhin: „Der Rhein hat wieder einmal auf sich aufmerksam gemacht, am Sonntag den höchsten Stand seit dem Hochwasser im August 2005 erreicht.

Die Situation hat sich jedoch wieder entspannt, noch ehe es gefährlich wurde. Einerseits ließen die Niederschläge nach, andererseits ging der Regen im Einzugsgebiet über etwa 2000 m in Schnee über. Aber immerhin: Um das Vorland zu fluten, hat es gereicht“, so Rheinbauleiter Dipl.-Ing. Martin Weiss. Das machte für einen Moment auch die Familie Koudijs aus Olst in Holland ratlos. Mitten unter Schaulustigen, die zum „Rhein-Schauen“ auf die Brücke Lustenau–Höchst gekommen waren, sahen sie sich mit einem Fahrverbot konfrontiert, weil der Radweg im Rheinvorland unter Wasser stand. Gut zwei Wochen sind sie schon per Fahrrad unterwegs, am 31. Juli wollen sie in Venedig den Zug zur Heimfahrt nach Holland besteigen. Durch die Sperre des Radwegs haben sie ungeplant auch noch Lustenau kennengelernt, denn sie mussten notgedrungen auf Gemeindestraßen ausweichen.

Holzfischer in Aktion

Trafen sich auf der Brücke Schaulustige und Touristen, so war die Brücke für andere Ausgangspunkt zum Treibholzfischen auf dem „Steindamm“. Brennstoff lieferte der hochgehende Rhein reichlich, und vor dem Hintergrund explodierender Heizölpreise macht das traditionelle „Holzen“ gleich noch mehr Spaß. Und jetzt warten die „Holzer“ darauf, ihre Beute abtransportieren zu können, bevor sie der Rhein zurückholt, denn der Lagerplatz ist sehr gefährlich.

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