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Der Marktplatz und seine Geschichten

Jennifer Schrank ist beim Stand von Ländle Bur Kalb im Einsatz.
Jennifer Schrank ist beim Stand von Ländle Bur Kalb im Einsatz. ©Edith Rhomberg
 Wer hinter den Ständen des Dornbirner Wochenmarktes steht, wird Thema einer neuen Serie.
Der Wochenmarkt auf dem Marktplatz

 

Dornbirn. Die Ausstellung des Stadtarchivs Dornbirn und die Feier anlässlich 25 Jahre Fußgängerzone sind noch gar nicht lange her. Oder doch? Tatsächlich werden es in diesem Jahr schon 30 Jahre, dass der Autoverkehr und der ihn händisch regelnde Polizist vom Marktplatz verbannt wurden. Zur Freude der Bewohner, einer attraktiven Gastronomieszene, die sich neu entwickeln konnte und vor allem auch im Interesse der Bauern, Geschäftsleute und Besucher wurde ein großer Platz als Treffpunkt geschaffen, wo nun der Wochenmarkt und diverse Veranstaltungen abgehalten werden.

Nur wenige Jahrzehnte dominierte also der Autoverkehr das Geschehen Mitten in der Stadt. „Historisch gesehen dauerte die Herrschaft des Autos auf dem Marktplatz, die nach Kriegsende 1945 begann, nicht lang“, sagt Werner Matt, Leiter des Stadtarchivs, über die Zeitspanne von 44 Jahren bis zur Errichtung der Fußgängerzone. Und er blickt noch weiter zurück: „Einst trug der zentrale Ort in Dornbirn, vor der Stadtpfarrkirche Sankt Martin, den Namen Kirchplatz. In seiner bewegten Geschichte wurde der Platz öfters umbenannt. Zunächst bekam er die Bezeichnung Marktplatz, wie er später wieder und, davon kann man ausgehen, auch künftig heißen wird. Dazwischen zeugen die Namen Adolf-Hitler-Platz und Freiheitsplatz von Zeiten, die nur die älteren Mitbürger erlebt haben.“

Der Dornbirner Wochenmarkt

Den Wochenmarkt am Mittwoch und Samstag Vormittag bezeichnet Heidi Mark, Geschäftsführerin von inside Dornbirn, als elementare Einrichtung unter freiem Himmel rund um den Marktplatz. „An guten Tagen sind es 60 Stände“, sagt Gerhard Ölz von der Stadt Dornbirn. Bei ihm laufen die Fäden zusammen. Er kennt alle Produzenten und Händler, die ihre Erzeugnisse und Waren auf dem Wochenmarkt anbieten und verkaufen. „Manche kommen das ganze Jahr über, andere halt nur dann, wenn sie etwas zu ernten haben“, sagt Ölz. Und von Meusburgers weiß er, dass nichts für den Verkauf auf dem Markt abfällt, wenn ihre Schafe die Milch für die Lämmer brauchen. „Dann können sie nicht kommen und ihr Platz bleibt frei“, so der Hüter der Ordnung rund um das Marktgeschehen. „Das gute Miteinander hat hier Priorität“, versichert Gerhard Ölz und er verrät, dass für einen Stand pro Tag eine Mindestgebühr von 15 Euro zu berappen ist. Manche Händler kommen bereits in der zweiten oder gar dritten Generation auf den Markt. Die Zeit ist reif, sie einmal zu fragen, wie das Leben als Bauer und Marktfahrer so ist. Die VN-Heimat wird die Menschen des Marktes ab der kommenden Ausgabe vorstellen und von ihren Geschichten berichten.

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