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Der Käufer diktiert den Preis

Schwarzach - Immobilien: Derzeit können Interessenten gut über den Kaufpreis verhandeln.

„Wenn man jetzt eine Immobilie kaufen will, dann ist die Zeit dafür sicher sehr günstig, weil man über den Preis verhandeln kann. Denn die Nachfrage ist um einiges geringer als das Angebot, daher kann der Käufer den Preis diktieren.” So Mag. Petra Kreuzer, Geschäftsführerin von s Immobilien, zu den „VN”. Und weiter: „Prognosen über die Immobilienpreisentwicklung sind derzeit äußerst schwierig. Niemand kann nämlich sagen, wie sich die Finanzkrise weiter entwickeln wird. Weitgehende Einigkeit herrscht nur darüber, dass 2009 ein schwieriges Jahr wird.”

2008 „durchwachsen”

Laut Kreuzer war die Situation auf dem Immobilienmarkt im laufenden Jahr 2008 bereits „durchwachsen”. Die Finanzkrise hatte ja bereits 2007 als Immobilienkrise begonnen. Mit der Verschärfung der Finanzkrise Ende des Sommers sei dann die Nachfrage auf dem Immobilienmarkt zusammengebrochen. „Jetzt beginnen sich die Märkte aber wieder zu erholen, weil die Kunden wieder bereit sind, mehr in Immobilien zu investieren”, so Kreuzer. Dabei zeigen sich laut Kreuzer folgende Fakten:

Der Sachwert einer Immobilie wird von der Bevölkerung zunehmend geschätzt.

Die Immobilienpreise sind nicht extrem nach unten gegangen.

Investoren kaufen aktuell eher Immobilien und investieren viel weniger stark in Immobilienfonds.

Die Kunden können den Preis bestimmen und sie kaufen auch deshalb verstärkt Immobilien, weil sie den Banken weniger vertrauen.

Das mittlere Preissegment wird derzeit kaum nachgefragt. Gekauft werden entweder sehr günstige oder ausgesprochene Luxusimmobilien.

Im Gewerbe gibt es wie bei Wohnimmobilien ein großes Überangebot. Das hat seine Ursache darin, dass sich viele Unternehmen von Immobilien trennen, weil sie schrumpfen, aber auch Unternehmen liquidiert werden.

Die künftige Entwicklung der Immobilienpreise in Vorarlberg wird sehr stark davon abhängen, wie sich der Zuzug ins Land nach dem Inkrafttreten der vollen Niederlassungsfreiheit in der EU gestalten wird. Verschiedene Experten rechnen mit einer eher starken Zuwanderung auch nach Vorarlberg, weil das Ländle ein klassisches Zuwanderungsland ist.

Die Mietwohnungen werden an Bedeutung gewinnen.

Negativ wird sich im kommenden Jahr eine allgemeine Verunsicherung (Sorge um den Arbeitsplatz) auswirken.

Belebende Signale für den Immobilienmarkt könnten aber Zinssenkungen und damit günstigere Kredite geben.

Auswirkungen auf die Preise von gebrauchten Objekten wird auch der ab 1. Jänner 2009 zwingend vorzulegende „Energieausweis” haben, weil er über die Energieffizienzklasse des Gebäudes Auskunft gibt.

 

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