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Der kleinste Stein erzählt eine Geschichte

Laura und Diana tauchten ein die die glitzernde Welt der Kristalle
Laura und Diana tauchten ein die die glitzernde Welt der Kristalle ©Gerty Lang
Die faszinierende Welt der Mineralien zog am Wochenende Jung und Alt in ihren Bann.
Mineralienbörse

Dornbirn. Einmal im Jahr trifft sich die Mineralien- und Fossilien-Sammler-Szene im Kulturhaus in -Dornbirn. Am Wochenende war es wieder soweit. Fragt man Martin Strobl, worauf er sich im März am meisten freut, dann strahlen seine Augen: „Auf die Mineralien- und Fossilientage“. Der Börsenleiter ist selbst passionierter Sammler und Strahler. Bekannt wurde er und seine Gattin Claudia durch die „Vorarlberger Diamanten“. Aber auch sein neuestes Fundstück glitzert und strahlt, welches er im Bregenzer Wald in einer Kluft gefunden hat.

Zum 44. Mal lockte die traditionelle Ausstellung Mineralienfreunde an, die diesmal in Scharen gekommen sind. An mehr als 60 Ständen konnte man Mineralien und Fossilien aus aller Welt in unterschiedlichen Qualitäten bestaunen und sich mit Gleichgesinnten austauschen. Experte Renato Kiseljak stand für die Beratung und Bestimmung von Mineralien zur Verfügung. Wer unter Konzentrationsschwäche, Vergesslichkeit und Orientierungslosigkeit leidet, wurde bei den Heilsteinen fündig. Der handgefertigte Schmuck von Renate Dusleag bestach durch seine Individualität. „Die Steine werden von mir penibel ausgesucht und dann zu Halsketten und Ohrgehängen verarbeitet“, erzählte die Schmuck-Künstlerin und Strahlerin, die ihre Kristalle auch in Bilder verarbeitet. Ihr Mann Paul zeigte voll Stolz seine Funde – Chalzedon, Quarz und Bergkristall ineinander gewachsen, die er vor wenigen Tagen auf Gran Canaria gefunden hatte. Es sind die „Schmuckstücke der Natur“, die die zahlreichen Strahler vor der fortschreitenden Erosion retten um sie für die Nachwelt zu erhalten.

Carlos aus Peru begeisterte die Besucher durch seine Makramee Ketten, in welche er Halbedelsteine einarbeitete. Auch der Stand von Richard und Robert war immer gut besucht. Die beiden Steinschleifer haben den ganz besonderen Blick für die Flusssteine der Ach. „Für mich ist das Schleifen der Steine eine Art der Meditation“, erzählt Richard. „Nach meinem Schlaganfall habe ich zu dieser wunderschönen Tätigkeit gefunden.“ Beim mehrmaligen Rundgang traf ich auf Rosmarie. Sie ist eine „Micromount-Sammlerin“. Noch nie gehört? „Das sind winzigste Kristalle, die man nur unter einer Lupe oder einem Mikroskop sieht“, wurde ich aufgeklärt. „Minerale sind Zeugen der Erdgeschichte“, sagt Vereinsobmann Andreas Fitz. Und ganz besondere Highlights waren die Sonderschauen der Granate von Max Salzgeber und der alpinen Kristalle aus der Schweiz, die Helmut Schwarz zeigte. Ein jeder Stein ein Unikat, der seine eigene Geschichte erzählt.

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