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Der kleine Prinz auf der Buchmesse

Autor Miachael Wassner gastiert auf der Leipziger Buchmesse.
Autor Miachael Wassner gastiert auf der Leipziger Buchmesse. ©Andreas Wassner, Helmut Omatsch
Andreas Wassner gastiert mit seinem Debütroman „Der kleine Prinz wird erwachsen“ im März auf der Leipziger Buchmesse. W&W sprach mit dem Autor.

Andreas Wassner (46), wohnhaft in Hard, arbeitet mit seiner Partnerin Susanne Marosch beim Verein „Geben für Leben“ und sucht Stammzellspender für leukämiekranke Menschen. Sein Roman „Der kleine Prinz wird erwachsen“ erschien im Bucher Verlag. Am 17. März liest der Autor auf der Leipziger Buchmesse aus seinem Werk.

WANN & WO: Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Andreas Wassner: Bereits als Kind habe ich Bücher regelrecht verschlungen und ein großes Interesse an der Sprache entwickelt. Während des Wirtschaftsstudiums begann ich, Messen und Firmenveranstaltungen zu organisieren, in deren Rahmen Messezeitungen und PR-Artikel notwendig wurden. Mir wurde schnell bewusst, dass ich ein gewisses Talent dafür hatte und schrieb von da an regelmäßig Artikel, Kolumnen oder ganze Messekataloge. Auch Homepages habe ich oftmals mit textlichen Inhalten befüllt.

WANN & WO: „Der kleine Prinz wird erwachsen“ ist aber dein erstes Buch?

Andreas Wassner: Ja. Wobei ich eigentlich an einem anderen Buch über meine drei Jahre auf See gearbeitet habe. Meine Tätigkeit als Eventmanager wurde irgendwann für meine Gesundheit nämlich nicht mehr zuträglich. Der permanent hohe Stresslevel, in Kombination mit dem damit verbundenen Lebenswandel und wenig Schlaf, ungesunder Ernährung sowie wenig Ausgleich, brachten mich kurz vor den gesundheitlichen Kollaps. Also entschied ich mich, mein Leben zu ändern und schloss meine Agentur. Im Jahr 2009 erfüllte ich mir einen lang gehegten Jugendtraum und fuhr drei Jahre zur See.

WANN & WO: Das sind aber ungewöhnlich drastische Maßnahmen …

Andreas Wassner: Wenn es dir schlecht geht, dann musst du handeln. Ich konnte nicht erwarten, dass jemand zu mir nach Hause kommt, mir die Hand auf die Schulter legt und sagt: „Andreas, dir geht es nicht gut. Lass uns etwas dagegen tun!“ Da musste ich schon selbst aktiv werden. Darum heuerte ich als Matrose auf einem schönen alten Zweimaster in Antibes an. Nach eineinhalb Jahren machte ich mein Hochseepatent und arbeitete selbst als Skipper für Segeljachten im Mittelmeer und in der Karibik.

WANN & WO: Du warst an einem anderen Buch dran. Warum also „Der kleine Prinz wird erwachsen“?

Andreas Wassner: Im Jahr 2012 las ich den Klassiker vom kleinen Prinzen wieder einmal und mir wurde erstmals bewusst, wie viele Fragen offengeblieben waren. Was wurde aus dem kleinen Prinzen, nachdem er seine Hülle in der Wüste zurückgelassen hatte? Was wurde aus dem Schaf und der Rose? Ich kann mir gut vorstellen, dass St. Exupéry selbst eine Fortsetzung geschrieben hätte, um diese Fragen zu beantworten. Das war ihm jedoch nicht mehr möglich, da er ein Jahr nach Erscheinen des kleinen Prinzen vor Marseille mit dem Flugzeug abgeschossen wurde. Also versuchte ich mich an diesem Vorhaben. Es reizte mich. Ich horchte in mich hinein und merkte, wie mir einige Ideen in den Sinn kamen. Aber durfte ich das Buch rein rechtlich auch schreiben? Bei meinen Recherchen fand ich heraus, dass die Urheberrechte ein Jahr später auslaufen würden, also waren mir die Hände hier nicht gebunden.

WANN & WO: Das Buch ist seit Ende Oktober 2017 auf dem Markt. Was ist seither geschehen?

Andreas Wassner: Es ist noch nicht einmal ein halbes Jahr her – Wahnsinn! In dieser Zeit ist so viel passiert. Drei Wochen nach dem Erscheinen des Buches hat der Bucher Verlag angekündigt, wir müssten wegen des guten Anklangs die zweite Auflage drucken. Meine Zustimmung dazu hatte er natürlich (lacht).

WANN & WO: Wie verliefen die ersten Lesungen? Wie hat das Publikum das Buch angenommen?

Andreas Wassner: Es war eine tolle Erfahrung, erstmals vor meinem eigenen Publikum zu sprechen und mein Buch vorzustellen. Zu meiner ersten Lesung im Spielboden Dornbirn durfte ich über 200 Menschen begrüßen. Der Abend war einfach unfassbar genial und wird mir ewig als ein großartiges Erlebnis in Erinnerung bleiben. Seither hatte ich noch weitere Lesungen im Land und es war immer sehr spannend.

WANN & WO: Was bedeutet die Lesung auf der Leipziger Buchmesse für dich?

Andreas Wassner: Für mich ist das etwas ganz Besonderes. Ich habe es damals komplett geheim gehalten, dass ich ein Buch schreibe, da ich nicht wollte, dass zu viele Menschen mitreden. Nach fünf Jahren Geheimhaltung war die erste Lesung also so etwas wie ein „Coming Out“ für mich als Autor. Erstmals stellte ich meine Ideen vor und teilte sie mit anderen Menschen. Die Leipziger Buchmesse ist nun der nächste Schritt und eine fantastische Gelegenheit, mein Buch noch viel mehr Menschen vorzustellen.

WANN & WO: Sind weitere Buchprojekte geplant?

Andreas Wassner: Derzeit bin ich noch sehr in meinem Hauptjob bei „Geben für Leben“ eingespannt, was mir sehr viel Freude bereitet. Ich habe aber bereits fünf weitere Ideen für Bücher, die ich zu Papier bringen will. Es kann also durchaus sein, dass sich die Arbeitsstunden mit der Zeit in Richtung des Schreibens verschieben. Wer weiß, wie die Sache dann in ein paar Jahren aussieht?

(WANN & WO)

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