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Der innere Clown als humorvoller Antrieb

Vor über 23 Jahren erblickte dr. Dr. Suseldrus das Licht der Welt.
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Lachen ist die beste Medizin. Davon kann Maria Keckeisen-Felder ein Lied singen. Mit ihren knallroten Lippen, der orangen Masche im Haar und der roten Nase im Gesicht bringt die ausgebildete Spielpädagogin als dr. Dr. Suseldrus Farbe in den oft grauen Krankenhausalltag und zaubert mit ihrer ungenierten, humorvollen und gleichsam herzlichen Art so manchem Patienten ein Lächeln ins Gesicht.

Der Zufall wollte es, dass Keckeisen-Felder von der Gründung der CliniClowns Vorarlberg erfuhr. Das ist inzwischen über 23 Jahre her. „Ein Freund hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass die CliniClowns in Vorarlberg starten und auf der Dornbirner Messe einen Infostand haben. Ich bin extra deswegen dorthin gefahren und habe gleich gemerkt, dass ich dabei sein will“, erinnert sich die 54-Jährige an das Jahr 1995 zurück.

Über 1000 Visiten

Nach der benötigten Ausbildung war sie zunächst als Springerin im Einsatz. Wenig später ging die Pädagogin bereits wöchentlich mit einem ihrer Clownpartner auf Visite. Das hat sich bis heute nicht geändert. Über 1000 Visiten hat sie inzwischen durchgeführt. Dabei habe sie „nie etwas Negatives erlebt“, wie sie selbst sagt. „Wie man auf die Leute zugeht, so kommt es zurück“, ist Keckeisen-Felder überzeugt. „Die Leute spüren, ob man es gut mit ihnen meint, und merken, dass ich mich nicht auf ihre Kosten lustig mache.“

Dass sich die Clowndoktorin einmal schwergetan hat, auf Leute zuzugehen, ist angesichts ihrer jetzigen Tätigkeit kaum vorstellbar. „Ich war früher ziemlich schüchtern; vor allem in der Schule. Dort habe ich nur aufgezeigt, wenn ich mir wirklich sicher war, dass es stimmt“, erzählt sie. „Durch den Umgang mit Leuten und das Auf-die-Leute-Zugehen hat sich auch bei mir ganz viel getan“, bezeichnet sie ihre Arbeit im Spital als totalen Glücksfall.

Einfühlungsvermögen, Taktgefühl und Improvisationstalent bezeichnet Keckeisen-Felder als die wesentlichen Komponenten der Clownerie im Spital. „Den Patienten das zu geben, was sie in diesem Moment brauchen, ist das Wichtigste bei unserer Arbeit. Wir müssen keine Show abliefern. Oft ist es völlig ausreichend, wenn es ‚nur‘ etwas Zeit ist, die wir mit einem Menschen verbringen.“

Durch die Arbeit als CliniClown habe sie auch gelernt, dass der Tod zum Leben dazugehört. „Gerade bei Erwachsenen, aber auch manchmal bei den Kindern sind wir mit dem Thema Tod konfrontiert.“ Ein einschneidendes Erlebnis war diesbezüglich ein Gespräch mit einem zwölfjährigen Mädchen. „Das werde ich nie vergessen. Sie wusste, dass sie sterben würde, und war trotz ihres jungen Alters schon sehr reif“, erzählt Keckeisen-Felder. „Während ihrer langen Krankheit haben wir sie immer wieder besucht und entsprechend gut gekannt. Einmal äußerte sie den Wunsch, mit uns über den Tod zu sprechen. Sie wollte wissen, wie wir uns das vorstellen. Daraufhin haben wir die Nase abgenommen und ihr unsere Gedanken mitgeteilt.“

Jede Visite ist anders

Routine gibt es bei der Arbeit als CliniClown keine. „Jede Visite ist anders. Man weiß nie, was auf einen zukommt. Die Erfahrung ist aber sicher ein Vorteil, weil man sich über die Jahre ein Rüstzeug aneignet.“ Und dennoch: Auch nach so vielen Jahren gibt es immer wieder Situationen, die selbst für die erfahrene Clowndoktorin neu sind. „Das ist das Spannende daran“, sagt sie voller Vorfreude auf die nächste Visite.

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