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Der "Höllenritt" durch Amerika

Am Dienstag begannen mit dem Abflug in die USA für sechs Vorarlberger Rollstuhlfahrer die letzten Vorbereitungen auf das härteste Langstrecken-Radrennen der Welt, dem "Race Across America 2006". | "Grenzen überwinden" 

Das Race Across America (RAAM) ist ein einmal im Jahr durchgeführtes Radrennen, das von der Westküste der Vereinigten Staaten zur Ostküste führt. Ziel ist es, die vorgegebene Strecke von ca. 5000 km am schnellsten zurückzulegen. Es gibt keine Etappen, sondern lediglich ca. 54 Kontrollstellen. Jeder Teilnehmer kann selbst wählen, wann und wo er Schlafpausen einlegen möchte. Die meisten Teilnehmer schlafen täglich nur ca. 2 Stunden. Das RAAM wurde erstmals 1982, damals noch unter dem Namen Great American Bike Race, mit vier Teilnehmern ausgetragen. Im Laufe der Jahre wurde das RAAM um eine Damen- sowie verschiedene Team- und Alterswertungen erweitert.

Bereits zur Legende geworden ist Rob Kish, der bei 18 von 23 RAAM angetreten ist. Erfolgreichster Nicht-Amerikaner ist der Österreicher Wolfgang Fasching, der ebenso wie Rob Kish das RAAM drei Mal gewinnen konnte. Das kleine Land Österreich hat eine große RAAM-Tradition. Als erste österreichische Vierermannschaft gewann Reinhard Hörmann mit seinem Team den Monsterklassiker, als erstes österreichisches Zweimann-Team Peter Dammerer gemeinsam mit Peter Schwab, welche beide auch dem erfolgreichen Vierer-Team von 2003 angehörten.

Erfahrener Arzt als Betreuer
Die Belastung der Einzelfahrer ist eine völlig andere als jene der Teamfahrer, es handelt sich eigentlich um zwei verschiedene Sportarten in einem Event. Wohl keiner kennt die Bedingungen beim “Race Across Amerika” besser als Teamarzt Helmuth Ocenasek, der bereits mehrfach als Betreuer von Wolfgang Fasching an diesem “Höllenrennen” teilgenommen hat. Dieses Rennen geht über die Vorstellungskraft eines Menschen. Gewaltige Temperaturunterschiede von 0 bis auf 45 Grad Celsius sind zu verkraften. Der heiße Asphalt lässt die Quecksilbersäule in Höhe der Handbikes sogar bis auf 60 Grad klettern.

Die 5000-Euro-“Maschine”
Ein hochwertiges Handbike kostet rund 5000 Euro. Auf jeden Athleten wird das Handbike genau abgestimmt. Das Handbike hat 27 Gänge, ist 13 bis 16 kg schwer und hat eine Länge von zirka zwei Metern. Mit einer idealen Übersetzung sind in der Ebene Höchstgeschwindigkeiten von 35 bis 40 km/h möglich.

Tippen Sie die Endzeit des RCV-Teams
Ab Mittwoch wird auf der Internetseite www.raam2006.at ein Tippspiel eingerichtet sein, bei dem jene Zeit zu erraten ist, die das RCV-Team für die 5000 Kilometer lange Strecke benötigen wird. Getippt werden kann bis zum fünften Tag nach dem Start. Zu gewinnen gibt es verschiedene Urlaubs-Gutscheine sowie Eintrittskarten von Bundesligaaufsteiger Cashpoint SCR Altach.

Links zum Thema:
Team RC ENJO Vorarlberg
Race Across America 2006

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