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Der Glöckner vom Feldkircher Katzenturm

Glöckner Karl Oblak hinter dem Klöppel der Katehturmglocke
Glöckner Karl Oblak hinter dem Klöppel der Katehturmglocke ©Manfred Bauer
Impressionen vom Katzenturm

Seit 154 Jahren hängt im Katzenturm die Große Glocke und wird zu verschiedensten Anlässen geläutet.

Feldkirch – Die Feldkircher Katzenturmglocke oder Große Glocke ist die sechstgrößte Glocke Österreichs und wurde 1857 in der Feldkircher Glockengießerei Graßmayr (Saumarkt) gegossen. Das erste Mal ertönte ihr Klang vor 154 Jahren am 20. September 1857. Seit über 15 Jahren ist Karl Oblak der “Glöckner vom Katzenturm”, verantwortlich für den Betrieb wie auch das Läuten der 8500 kg schweren Glocke. Bis vor rund 50 Jahren waren dafür acht Männer notwendig, heute wird die Katzenturmglocke durch das Umlegen eines elektrischen Schalters in Betrieb gesetzt.

Herzensangelegenheit

Die Große Glocke wird traditionell jeden Freitag um 15 Uhr geläutet. Weiters wird sie bei zahlreichen kirchlichen Anlässen vor und an hohen Feiertagen wie Allerheiligen, Weihnachten, Neujahr, Erstkommunion, Fronleichnam, beim Tod hoher Persönlichkeiten, zum Beginn der Weinlesen auf dem Ardetzenberg und der Schattenburg, usw. geläutet. Für den 66jährigen Karl Oblak ist die Betreuung und das Läuten der Glocke (seit der Pensionierung macht er dies ehrenamtlich) zu einer Herzensangelegenheit geworden. “Es ist einfach ein gutes Gefühl wenn ich den Schalter umlege und zudem habe ich eine Aufgabe, die mir viel Freude macht. Schön ist auch die sehr gute Zusammenarbeit mit Dompfarrer Rudi Bischof, der mir die speziellen Termine und die Dauer des Läutens bekannt gibt”, erzählt Karl Oblak der sichtlich zufriedene Glöckner vom Katzenturm.

Die größten Glocken Österreichs:
Pummerin 20.132 kg
Salzburger Dom 14.256 kg
Mösern-Telfs, Friedensglocke 10.180
Jesuitenkirche in Innsbruck, Schützenglocke 9050kg
Stift St. Florian, Angstglocke 8643kg
Dicker Turm (Katzenturm) in Feldkirch 8573 kg

Der Katzenturm
Der in den Jahren 1491 bis 1507 als Teil der Befestigungsanlage (Stadtmauer) erbaute Turm erhielt seinen Namen von den dort befindlichen Kanonen, die mit Löwenköpfen als Zieleinrichtung versehen waren. Der Turm ist 40 Meter hoch und sein Umfang beträgt 38 m. Das oberste Geschoß wurde nach dem Abbruch der ursprünglichen Zinnen im 17. Jahrhundert aufgesetzt. Später erfolgte der Ausbau zum Glockenturm. Beim Stadtbrand von 1697 stürzte die Glocke herab und musste neu gegossen werden. Sie wurde 1857 von Josef Graßmayr umgegossen und hat einen Durchmesser von 243 cm sowie ein Gewicht von 8574 kg.

Sparkassenplatz,6800 Feldkirch, Austria

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