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"Der gefesselte Strom"

Einen faszinierenden Blick in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Rheintals ermöglicht die Dokumentation "Der gefesselte Strom", die in Höchst Vorarlberg-Premiere feierte.

Sie zeigt unter anderem spektakuläre Animationen der Entstehung des Tales sowie wenig bekannte historische Aufnahmen der Rheinregulierung wie dem Diepoldsauer Durchstich und Hochwasserkatastrophen wie dem Dammbruch 1927 in Liechtenstein.

Die Dokumentation wurde von der Internationalen Regierungskommission Alpenrhein (IRKA) und der Internationalen Rheinregulierung (IRR) in Auftrag gegeben und ist Teil der begleitenden Öffentlichkeitsarbeit zum „Entwicklungskonzept Alpenrhein“, das bis Ende 2004 von Experten aller betroffenen Fachrichtungen erarbeitet wird. „Die internationale und interdisziplinäre Arbeit ist die besondere Herausforderung dieses Projekts, aber auch seine große Chance“, sagte der derzeitige Vorsitzende der IRKA, der Vorarlberger Landeshauptmann Dr. Herbert Sausgruber bei der Filmpremiere. Die bisher vorgelegte Datensammlung zum Ist-Zustand sei eine „hervorragende Basis für die weitere Arbeit am Entwicklungskonzept“. Der Film sei das richtige Medium, um diese Vision zu transportieren und beispielsweise an die Schulen zu tragen“, meinte der Landeshauptmann.

Für Günther Eberle, Leiter der Abteilung Wirtschaftsrecht im Amt der Vorarlberger Landesregierung und Mitglied der Gemeinsamen Rheinkommission der IRR, zeigt der Film, wie positiv der Hochwasserschutz die Entwicklung der Region beeinflusst habe: „Die Gründung der Internationalen Rheinregulierung vor mehr als 100 Jahren hat den gewünschten Erfolg gebracht.“ Heute gelte es jedoch „ein Flussmanagement zu entwickeln, das neben dem Hochwasserschutz auch den Schutz des Grundwassers und des Flusssystems als Lebensraum umfasst“, so Eberle.

Der Film lässt in einer spektakulären Computeranimation die Entstehung des Alpenrheintals in der Urgeschichte lebendig werden. Der Ist-Zustand am Fluss wird in Experteninterviews zu Themen wie Ökologie, Hochwasserschutz, Trinkwasser und Energiegewinnung beleuchtet. Gezeigt werden auch bereits realisierte Revitalisierungsmaßnahmen am Alpenrhein und seinen Nebenflüssen. Umgesetzt wurde der Film in einjähriger Arbeit von den beiden Vorarlbergern Hans-Joachim Gögl (Produzent, Drehbuch) und Wolfgang Mörth (Regie, Drehbuch). Als Sprecher wurde Rolf Schult engagiert, die Synchronstimme Robert Redfords.

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