Der „zerbrochene“ Krug

Turbulent geht es derzeit im Gemeindeamt in Bludesch zu.
Turbulent geht es derzeit im Gemeindeamt in Bludesch zu.
Die „Freie Wählerschaft“ mit Bürgermeister Erich Walter hatte in den vergangenen 25 Jahren in Bludesch mehr oder weniger das Sagen.

Zweimal brauchte es eine Koalition, einmal mit der ÖVP und einmal mit der SPÖ um Mehrheiten zu schaffen. Ansonsten „regierte“ Walter mit seinen Mandataren mehrheitlich autonom und setzte unter anderem gegen den massiven Widerstand des „Arbeitskreis lebenswert“ den Walgaupark samt Apotheke und die Ansiedlung von Vögel-Transporte an der Autobahn samt Betriebsflächenerweiterung durch. Zweifellos wurde Bludesch-Gais unter Walter und der „Freien Wählerschaft“ aus dem „Dornröschenschlaf“ geweckt und steht heute punkto Infrastruktur, Nahversorgung, medizinischer Versorgung, Kinderbetreuung, sicheren Arbeitsplätzen und sozialem Netz gut aufgestellt da. Dass in der Vergangenheit auch in der „Freien Wählerschaft“ Entscheidungen nicht immer ganz wertfrei getroffen wurden, liegt auf der Hand. Das Sprichwort „Wer die Macht hat, hat das Recht. Und wer das Recht hat, beugt es auch“, trifft hier – wie kaum anderswo so ausgeprägt – zu. Solange dies nicht zum Nachteil der Bevölkerung geschieht, ist dies absolut nicht verwerflich. Es ist auch lange gut gegangen, bis zum „Rauswurf“ von Walter aus der eigenen Fraktion. Seither allerdings scheint es, dass zwischen einzelnen Mandataren der „Freien Wählerschaft“ und Bürgermeister Erich Walter die Messer ganz ordentlich gewetzt werden. Die „Verletzungen“ und gegenseitigen „Anpatzungen“ geben mehr als zu denken. Da werden tiefe Gräben aufgerissen. Walter tritt längstens im April 2010 als Bürgermeister ab, ob sich aber nach diesen Turbulenzen die „Freie Wählerschaft“ glaubhaft neu positionieren kann, bleibt abzuwarten. Das Sprichwort „Der Krug geht solange zum Brunnen, bis er zerbricht“ hat hier wieder einmal Wahrheitsgehalt.

Quelle: Harald Hronek

Bludesch

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