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Den heimischen Heilkräutern auf der Spur

Bei der Frühjahrs-Kräuterwanderung gab Margit Keller vom Kneipp Aktiv Club Dornbirn wertvolle Anregungen.
Bei der Frühjahrs-Kräuterwanderung gab Margit Keller vom Kneipp Aktiv Club Dornbirn wertvolle Anregungen. ©edithhaemmerle
Bei einer Wanderung durch Wald und Flur konnten wildwachsende Heilkräuter neu entdeckt werden.
Frühjahrs-Kräuterwanderung

Dornbirn (EH) Nach Pfarrer Kneipp sind die fünf Säulen – Wasser, Heilkräuter, Ernährung, Bewegung und Lebensfreude – das einfachste und wirksamste Heilmittel, befürwortet der Kneipp Aktiv Club Dornbirn. Bei der Kräuterwanderung mit Margit Keller (Vize-Obfrau) am 6. Mai konnten wildwachsende Heilkräuter am Wegesrand und im Wald neu entdeckt werden. Wertvolle Tipps zur Anwendung gab es zum Darüberstreuen. Die Kräuter im Frühjahr, vor der ersten Mahd, sind am gehaltvollsten, empfehlen daher Experten das Sammeln der essbaren Pflänzchen zu diesem Zeitpunkt. Bekanntlich ist für jedes Wehwehchen ein Kräutlein gewachsen. Wozu denn in die Ferne schweifen, wenn das Gute so nah liegt? Beispielsweise der Löwenzahn, der im Frühling die Wiesen mit dem leuchtenden Gelb übersät, ist vielseitig verwendbar. Die Bitterstoffe, vorhanden in Blüten und Blättern, regen den Stoffwechsel an und wirken als Tee vorbeugend gegen erhöhtes Cholesterin. „Und nicht nur das“, meint die Fachfrau, „dem Salat zugefügt, insbesondere dem Kartoffelsalat, geben Blüten und Blätter ein würziges Aroma.“ Sie lieferte noch einen extra Tipp dazu: Weißwein mit Löwenzahnblüten eingelegt schmeckt als Aperitif sehr bekömmlich. Ebenso schenke man dem Wiesenschaumkraut ob der großen Vielfalt wenig Beachtung. Gerade dieses Kraut sei zum Würzen, beispielsweise für Aufstriche ideal durch den Kresse-ähnlichen Geschmack, erklärt Keller und erwähnt gleichzeitig die beruhigende Wirkung des Gänseblümchens.

Wasser aus der Ilga-Quelle

Die Säule der Bewegung wurde durch die Wanderung aktiviert, die von Dornbirn über die Ilga-Kapelle nach Schwarzenberg führte. Die Station des Wassers war bei der sagenumwobenen Ilga-Quelle die kraftspendende Säule. So wurden gleich an Ort und Stelle kleine Behälter mit Ilga-Wasser gefüllt und darin die gepflückten Gänseblümchen eingelegt. Das Quellwasser ist bekannt für die Anwendung bei Augenkrankheiten oder deren Vorbeugung. Etwas Sagenumwobenes muss wohl darin liegen, wissen viele der Beteiligten aus Erfahrung. Auch nach längerem Aufbewahren wird das Wasser nicht wie herkömmliches, von Fäulnis befallen. Die fünfte Säule nach Pfarrer Kneipp, die Lebensfreude, wurde den Interessierten bei der Wanderung in der Schönheit der Natur ebenso gratis dazugegeben.

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