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"Den Bezirk Dornbirn fusionieren"

Schwarzach - Mit einem ungewöhnlichen Vorschlag in der aktuellen Fusions- und Kooperationsdebatte meldete sich am Donnerstag der Hohenemser Stadtvertreter Bernhard Amann zur Wort.

Ihm zufolge solle man Dornbirn, Hohenems und Lustenau zusammenlegen und diese dann zu einer Stadt mit eigenem Statut erheben.

„Rheintal ausgefüllt“

Das Einsparungspotenzial eines solchen Schrittes sei enorm, sagt der Chef der Emsigen: „Es fielen zwei Gemeindeverwaltungen und die Bezirkshauptmannschaft Dornbirn weg, da diese Aufgaben dann die Stadt mit eigenem Statut wahrnehmen müsste.“ Weitere Vorteile laut Amann: „Eine solche Stadt, die das halbe Rheintal ausfüllt, würde raumplanerisch, verkehrstechnisch, wirtschaftspolitisch und kulturell ganz anders funktionieren, als die drei Gemeinden nebeneinander.“ Im Übrigen würden die Menschen auch heute schon zwischen diesen Gemeinden pendeln: „Sowohl zur Arbeit, als auch zum Konsum.“

Und noch einen Vorteil, einen demokratiepolitischen, ortet Amann: „Der Bezirkshauptman wäre dann der direkt von der Bevölkerung gewählte Bürgermeister in einer Person.“ Amanns Appell: „Man sollte in Sachen Gemeindefusionen nun Nägel mit Köpfen machen.“

Amann fand für seinen radikalen Vorschlag erwartungsgemäß keine politischen Mitstreiter. Ganz im Gegenteil: Die ÖVP, strikt gegen Gemeindefusionen, aber für den Ausbau von Gemeindekooperationen, übte gestern nochmals starke Kritik an der SPÖ.

“Kein Heimatgefühl“

„Deren ständige Zentralisierungsforderungen sind nicht nachvollziehbar“, polterte ÖAAB-Geschäftsführer Stephan Hoch: „Auf dezentraler Ebene kennt man die Bedürfnisse der Menschen weitaus besser als auf der übergeordneten Ebene.“ Er wundere sich allerdings nicht, dass „Menschen wie Michael Ritsch das Gefühl der Heimatverbundenheit nicht kennen“.

Wie die „VN“ berichteten, hatte der SPÖ-Politiker vom Land eine Untersuchung über mögliche positive Folgen von Fusionen gefordert – und damit den Anstoß zu einer heftigen Debatte gegeben.

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