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Den Alltag wieder bewältigen können - Sozialarbeit in der neurologischen Reha

Die Sozialarbeitenden klären die Rahmenbedingungen wie zum Beispiel die Finanzen oder Entlastungsangebote für Angehörige ab.
Die Sozialarbeitenden klären die Rahmenbedingungen wie zum Beispiel die Finanzen oder Entlastungsangebote für Angehörige ab. ©iStock

Sozialarbeit in der Neurologischen Reha wird gerne in Anspruch genommen, wenn aufgrund einer neurologischen Erkrankung das Leben nicht wie bisher weiter laufen kann, berichtet Eva Schreyer, Sozialarbeiterin der Neurologischen Reha der aks gesundheit. Betroffene und Angehörige stehen vor einer völlig neuen Situation und verschiedenen Herausforderungen.

Was ist Sozialarbeit?
Schreyer:
Im Mittelpunkt der sozialen Arbeit steht das Anliegen, Menschen bei der Gestaltung ihres Lebens zu unterstützen. Ziel der Sozialarbeit ist es, gemeinsam Lösungen zu finden. Wir überlegen wer in welcher Form dazu beitragen kann, damit Menschen ihren Alltag wieder selbstständig bewältigen können. Soziale Arbeit ist immer individuell, persönlich und vertraulich.

An wen richtet sich das Angebot der Sozialarbeit in der neurologischen Reha?
Schreyer:
Von der Unterstützung durch Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter profitieren Menschen, die durch eine neurologische Erkrankung Schwierigkeiten mit der Bewältigung ihres Alltags haben und deren Angehörige. Die aks Sozialarbeiterinnen, Sozialarbeiter helfen bei Fragen rund um die Unterstützungsmöglichkeiten in der Pflege, barrierefreier Umbau der Wohnung, Regelung der finanziellen Situation oder auch bei der Erledigung von Behördengängen, mit dem Ziel, dass die Betroffenen wieder soziale Kontakte pflegen können.

Wie sieht diese Unterstützung aus?
Schreyer:
Wir konzentrieren uns auf die Umwelt des Patienten oder der Patientin. Zu Beginn schauen wir uns an, welches Netz an Beziehungen und Betreuung der Patient hat und was ihn an der Bewältigung des Alltags noch hindert. Wir überlegen gemeinsam, wer aus dem Umfeld oder welche Institution Aufgaben übernehmen kann. Ist man erst seit Kurzem mit der neuen Situation konfrontiert, sind oft noch nicht alle Möglichkeiten und Institutionen bekannt. Vielleicht gibt es einen Nachbarn, der mit dem Betroffenen regelmäßig spazieren gehen kann. Jemand von einer Seniorenbörse hilft bei der Erledigung der Einkäufe oder erledigt kleinere Reparaturen. Für zwei Stunden kommt der Mobile Hilfsdienst, damit pflegende Angehörige auch einmal verschnaufen können.

Gibt es ein Angebot speziell für pflegende Angehörige?
Schreyer:
Pflegende Angehörige übernehmen eine wichtige Rolle in der Betreuung von Patientinnen und Patienten. Diese neue Aufgabe ist oft sehr zeitintensiv und bringt Menschen auch an Ihre Grenzen. Wir bieten im Rahmen der Sozialarbeit in der aks gesundheit Einzelgespräche und Betreuung speziell für Angehörige an. Zusätzlich finden einmal im Monat Angehörigengruppen im Ober- und Unterland statt. Bei diesen Treffen mit Menschen in einer ähnlichen Situation können Betroffene wieder auftanken, sich austauschen und neue Impulse und Ideen mitnehmen. Sie können sich auch über Themen informieren, die die Krankheit betreffen.

Sind Sie mit Menschen konfrontiert, die Sozialarbeit nicht in Anspruch nehmen wollen?
Schreyer:
Manchmal kommt es vor, dass Patientinnen und Patienten Sozialarbeit ablehnen, da sie denken mit ihren Problemen selber fertig werden zu müssen. Viel öfter erleben wir, wie froh Betroffene und Angehörige sind, wenn sie Unterstützung bekommen. Der Mensch soll befähigt werden, sich um seine Angelegenheiten selber zu kümmern und dabei die Hilfe in Anspruch zu nehmen, die er oder sie braucht.

Wo findet die Betreuung durch die Sozialarbeit statt?
Schreyer:
Wir betreuen Menschen dort, wo das Leben stattfindet. Wir kommen zu Ihnen nach Hause. Für die betroffenen Menschen bedeutet dies, dass sie in ihrem gewohnten Umfeld bleiben können. Dies erleben wir in unserer Arbeit als sehr wertvoll, da auch Angehörige leichter dabei sein können und wir uns von der Lebenssituation ein Bild machen können. Zu Hause sind auch Unterlagen für Anträge (zum Beispiel Pflegegeld) leichter verfügbar. Wenn Behördengänge zu erledigen sind, begleiten wir Patientinnen und Patienten bei Bedarf. Die Angehörigengruppen finden in unseren Räumlichkeiten in Bregenz und Götzis statt. 

Wer profitiert, wenn Soziale Arbeit im neurologischen Rehateam stattfindet?
Schreyer:
Davon profitieren alle Beteiligten. Allen voran die Patientinnen und Patienten und deren Angehörige. Wir Sozialarbeitenden erfahren im Rehateam, welche körperlichen Einschränkungen noch bestehen und können unsere Intervention daran anpassen. Die Therapieteams aus den Bereichen Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie können sich ganz auf ihren Fachbereich konzentrieren.  

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