Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Defekten Geräten neues Leben einhauchen

Das Bludenzer Repair Café erfreut sich großer Beliebtheit.
Mehr zum Thema

Karl Langer und Heinz Wachter sind zwei der guten Geister, die den Hilfesuchenden mit ihrem Fachwissen zur Seite stehen und scheinbar kaputte Geräte vor dem Bauhof bewahren.

Karl Langer und Heinz Wachter sind wahre Tüftler. Die beiden mit Elektrogrundausbildung lieben es, Dingen auf den Grund zu gehen. „Es ist fast wie eine Sucht“, beschreibt Wachter das Reparieren von defekten Geräten. „Man will der Ursache des Problems einfach auf den Grund gehen und testet so lange herum, bis man zu einem Ergebnis gekommen ist“, fügt Langer hinzu.

Der Zufall wollte es, dass die beiden Fachmänner ihr Wissen beim Repair Café Bludenz einbringen. Bei einer Veranstaltung in der Klarenbrunnfabrik wurde Wachter im Frühjahr auf das in Planung befindliche Repair Café angesprochen. Schnell war der gelernte Betriebs-elektriker von der Idee begeistert und überzeugte auch gleich drei weitere Helfer davon. Einer von ihnen ist Karl Langer.

Ende September gestartet

Nach vorbereitenden Treffen öffnete das Repair Café als Kooperationsprojekt der e5-Gemeinden Bludenz, Bürs und Nüziders Ende September schließlich erstmals seine Tore. Im Carla Store in der Klarenbrunnstraße können dabei jeden letzten Freitag im Monat defekte Haushaltskleingeräte, die von einer Person getragen werden können, mit der Unterstützung der fachkundigen Handwerker repariert werden. Langer und Wachter sind aber nicht die einzigen, die den vermeintlich kaputten Gegenständen wieder neues Leben einhauchen. Insgesamt stehen den Hilfesuchenden acht Reparatur-Füchse zur Seite.

Mut und Geduld gefordert

„Es braucht schon einen gewissen Mut, sich den Problemen zu stellen. Insbesondere deshalb, weil die Leute oft mit einer sehr hohen Erwartungshaltung zu uns kommen“, merken die beiden Elektriker im Rückblick auf die beiden bisherigen Repair Cafés an. Der Zeitfaktor spielt dabei eine ganz entscheidende Rolle. „Wir haben nicht die Kapazität, lange an einem Gerät herumzutüfteln, da wir die Leute nicht ewig warten lassen können“, appellieren Langer und Wachter an das Verständnis der Repair-Café-Besucher, dass nicht alle Fehler behoben werden können.

Hohe Erfolgsquote

Bevor man überhaupt auf Fehlersuche gehen kann, gilt es zunächst die Geräte aufzubringen. Dies stellt selbst die handwerklich begabten Techniker oft bereits vor eine große Herausforderung. „Das Zerlegen ist teilweise sehr zeitintensiv, da viele der neuen Geräte nicht dafür ausgelegt sind, geöffnet zu werden“, beschreibt Langer. In einem weiteren Schritt ist dann das Know-how der Experten gefragt. „Natürlich können wir nicht alle Geräte kennen, daher war es auch schon hilfreich, im Internet zu recherchieren“, gibt Wachter an. „Oft handelt es sich aber um einfache Fehler, wie beispielsweise ein Kabelbruch, die leicht und schnell behoben werden können“, freuen sich die beiden über eine recht hohe Erfolgsquote. Gut die Hälfte der Geräte konnten von den begeisterten Tüftlern bisher repariert werden. Für weitere 20 Prozent waren Ersatzteile erforderlich und bei den übrigen rund 30 Prozent stellte sich eine Reparatur als nicht rentabel bzw. nicht durchführbar heraus. „Selbstverständlich freuen sich die Leute, wenn das Problem behoben werden kann, aber auch für uns ist das ein Erfolgserlebnis, das uns motiviert“, sagt Wachter.

Positiver Nebeneffekt

Neben dem Umweltgedanken spiele auch die soziale Komponente eine große Rolle für ihr Engagement, beteuern die beiden ehrenamtlichen Helfer. „Der Austausch mit Gleichgesinnten ist immer spannend. Es kann nicht jeder alles können. Man lernt immer etwas dazu“, freut sich Wachter über den positiven Nebeneffekt dieser ehrenamltichen Tätigkeit.

Repair Café
Carla Store,
Klarenbrunnstraße 46

Nächste Termine:
Freitag, 30. November 2018
Freitag, 28. Dezember 2018
Freitag, 25. Jänner 2019
Jeweils von 13 bis 16.30 Uhr

Heinz Wachter
Geboren: 1949
Familie: verheiratet, 2 Kinder
Beruf: Elektriker, Pensionist
Hobbys: Fischen, Radfahren, Wandern

Karl Langer
Geboren: 1957
Familie: verwitwet, 4 Kinder
Beruf: Elektriker, Pensionist
Hobbys: Wandern, Radfahren, Lesen

Mehr zum Thema

Fill 1Created with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Jetzt im Fokus 3
  • Defekten Geräten neues Leben einhauchen
  • Kommentare
    Die Kommentarfunktion ist für diesen Artikel deaktiviert.