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"Das Zoom gehört allen Kindern": Zsutty startet Direktion

Neo-ZOOM-Direktorin Andrea Zsutty
Neo-ZOOM-Direktorin Andrea Zsutty ©APA
Andrea Zsutty hat ihren offiziellen ersten Arbeitstag - und wird von einer vielsprachigen Klingelanlage willkommen geheißen. Die neue Direktorin des Wiener Zoom Kindermuseums will zeigen, "dass das Zoom für alle Kinder da ist, egal woher sie oder ihre Eltern kommen", wie sie am Montag bei einer Pressekonferenz betonte. Das Museum soll in Zukunft wachsen - auch aus dem Museumsquartier hinaus.

"Wir wollen uns hier nicht einigeln. Das Zoom gehört in die Fläche, in die Bezirke, es gehört allen Kindern dieser Stadt", gab Zsutty als Parole aus. Zunächst könne das über temporäre Besuche und Pop-Ups passieren, das "große Wunschszenario" wären allerdings fixe Dependancen. Die Nachfrage der Besucher sei derart hoch, dass der Betrieb im Museumsquartier eigentlich voll ausgelastet sei. "Das ist der einzige Kritikpunkt, den ich manchmal höre", bestätigte Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler (SPÖ): "Dass man keinen Platz bekommt."

Das Haus habe sich unter der langjährigen Direktorin Elisabeth Menasse-Wiesbauers "fantastisch entwickelt", so Kaup-Hasler. Aber: "Wien wächst. Und zwar ohne große soziale Spannungen oder Gräben. Und genau dafür brauchen wir überall Kultur, auch Kultur für Kinder." Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ) bescheinigte dem Zoom ein "Kraftort sondergleichen" zu sein, an dem möglichst viele Kinder teilhaben können sollen. "Es gibt eigentlich keinen so schönen Job wie Direktorin des Zoom zu sein", gratulierte er der frischgebackenen Leiterin.

Die hatte tatsächlich den "langen, privaten Wunschtraum, ein Kindermuseum zu leiten", wie sie verriet. Die grundsätzliche Ausrichtung, "gesellschaftsrelevante Inhalte kindgerecht, vielfältig und mit höchstem künstlerischen Anspruch" zu vermitteln, wird sie beibehalten. Weil sie selbst aus der Kunstvermittlung kommt, liegt ihr dabei das möglichst interdisziplinäre Kunsterlebnis besonders am Herzen. Und, dass das Zoom ein Ort ist, "an dem Kinder mitbestimmen können, an dem Kinder eine Stimme haben".

Dieses Ziel wird schon in ihren beiden ersten Maßnahmen als Direktorin spürbar: Das interventionsfreudige Kunstprojekt "Wiener Beschwerdechor" erhält im Zoom einen Ableger namens "Beschwerdechor junior", wo Kinder sich "auf hohem musikalischem Niveau aufbudeln, fordern und beschweren dürfen", so Zsutty. "Und wir werden sehr aufmerksam zuhören." Und an der Eingangstür des Museums hängt nun eine vom Berliner Jugendmuseum geschenkte Klingelanlage, die von zehn Kindern der 4c-Klasse der Volksschule Haebergasse aus Wien-Meidlung mit "Herzlich Willkommen" in zehn verschiedenen Muttersprachen "besprochen" wurde. Die deutsche Nachricht stammt von einer blinden Museumsbesucherin. Dieses Zeichen für Inklusion und Öffnung soll schon beim Eintritt klarmachen, "worum es uns geht und was wir hier erreichen wollen".

Auf die "eigene Handschrift" der Neo-Direktorin im Ausstellungsprogramm wird man allerdings noch etwas warten müssen. Aufgrund der langen Vorlaufzeiten ist zunächst noch die derzeit laufende Körperausstellung und danach eine Schau zum Thema Holz programmiert.

(APA)

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