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Das Werden der "Stadtgarage"

Dornbirn - Im Herzen von Dornbirn klafft ein Riesenloch. Bretter und Drahtseile liegen darin herum, Bagger heben neue Gruben aus, Bauarbeiter bewegen sich flink auf Gerüsten fort.

Die Baustelle ist die größte Hochbau-Baustelle in Vorarlberg. Auf 6000 Quadratmetern entsteht die neue Tiefgarage der Stadt Dornbirn – die “Stadtgarage”. Eberhard Fiel, Bauleiter der Baumeister-Firma Hilti & Jehle, begutachtet gerade die frisch betonierte Decke im südlichen Teil der Baustelle. Über diese Decke wird später die neue Stadtstraße führen. Gut ein Drittel der Garage ist bereits betoniert. Wöchentlich wird ein Boden- und ein Wandabschnitt errichtet. “Es läuft alles nach Plan”, erklärt Fiel. Die Größenordnung dieser Baustelle sei “interessant”. Doch habe er bereits Erfahrungen mit so großen Baustellen gemacht. Fiel hat in Dornbirn 44 Männer unter sich. Auch aus Sicht des Auftraggebers, der Stadt Dornbirn, verläuft alles planmäßig. Es gab zwar gewisse Knackpunkte, doch diese wurden gelöst.

Knackpunkt Kanalverlegung

“Die Kanalverlegung etwa war nicht ganz einfach”, meint Projektleiter Peter Haas. “Früher verlief der Hauptkanal östlich an der Seite. Das ist nicht mehr möglich, da dort die neue Garage mit der Kultur­hausgarage verbunden wird. Wir haben den Hauptkanal nun in die Mitte verlegt”. Neben der Betonierung wird zurzeit an der südlichen Zufahrtsrampe gearbeitet. Insgesamt wird die “Stadtgarage” zwei Zufahrten haben, eine im Süden und eine im Norden. Reinhard Jochum (28) aus Bludenz betoniert eine der Rampenwände. “Na ja, die Arbeit hier ist nicht alltäglich”, meint er und rückt seinen Bauhelm zurecht. “Ich arbeite sonst eher bei Wohnanlagen oder Einfamilienhäusern. Was bei der Garage besonders anstrengend ist, ist der Termindruck”. Das bestätigt auch sein Kollege Marcel Linder (26) aus Bludenz. “Außerdem ist es ein bisschen stressiger, weil so viele Leute hier arbeiten. Aber sonst ist das Betonieren wie immer.” Bis Ende Mai soll der Teil der Garage, der auf der Länge des Rathauses verläuft (Bergmannstraße–Dr. Waibel-Straße), fertig sein. Anfang Juni beginnt dann das Landesstraßenbauamt mit der darüberliegenden Stadtstraße. Bis Ende Juni wird die Kreuzung zum Bödele wieder befahrbar sein. Der Rest der Garage sollte bis 12. September soweit fertig gestellt sein, dass darüber die neue Straße errichtet werden kann. Dann folgen noch die letzten Innenarbeiten wie Lüftungsinstallationen, Bodenbeschichtungen oder Malen.

Farbberaterin für die Garage

“Im November wird die neue Garage vermutlich benutzbar sein”, erklärt Haas. Zwischen zwei Stützen werden jeweils vier Parkplätze à 2,5 mal fünf Meter errichtet. Insgesamt werden zirka 200 Parkplätze geschaffen. Durch die Anbindung an die Kulturhausgarage kommen weitere 190 Plätze und durch den Anschluss an die E4-Garage beim ehemaligen Mäser zirka 50 hinzu. Die “Stadtgarage” soll aber nicht nur großräumig und bequem, sondern auch schön sein. Für die Farbgestaltung wurde extra eine Farbberaterin angestellt. Die Decken und Säulen werden weiß, der Boden hellgrau und die Wände orange. Eine solch große und schöne Garage hat natürlich ihren Preis. Es wurde ein Kostenrahmen von zirka 7,3 Millionen Euro beschlossen. Das Projekt liegt laut Haas bisher im Kostenrahmen. Die Sanierung der Stadtstraße wird sich voraussichtlich auf 5,8 Millionen Euro belaufen. Der Großteil dieser Kosten wird vom Land getragen, da die Stadtstraße eine Landesstraße ist.

Quelle: NEUE AM SONNTAG

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