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Das "Teuro-Gefühl" trügt nicht

 Schwarzach - Aufgerundete Preise wurden in der Statistik oft nicht in vollem Ausmaß erfasst. Ist nun der Euro ein Teuro oder nicht? Vergleichspreise

Diese Frage stellten die “VN” einer Reihe von Experten. Gibt es eine wissenschaftliche Untersuchung, aus der klar hervorgeht, ob der Euro ein Teuro ist, oder nicht?

„Mir ist keine solche Untersuchung bekannt. Die Statistik Österreich misst zwar die Entwicklung der Preise, aber nicht die Ursache für die Inflation. Diese Ursachen können sehr vielseitig sein. D. h. die Inflationsrate wird durch sehr viele Faktoren beeinflusst und nicht nur durch den Euro als solchen. Einen ,Euroeffekt‘ könnte man nur sehr schwierig isolieren”, meint Alexandra Beisteiner von der Statistik Austria in Wien.

Was ist die gefühlte Inflation und wie verhält es sich mit der Aufrundung?

„Mit der Einführung des Euro kam es in einigen Ländern der EU zu einem Auseinanderklaffen zwischen den Inflationsraten, wie sie von der Bevölkerung laut Umfragen wahrgenommen wurden, und denjenigen, wie sie die statistischen Ämter, z. B. die Statistik Austria, ermittelten. Die ,gefühlte Inflation‘ ist deutlich höher als die amtliche Inflationsrate. Das liegt auch daran, dass die Alltagsgüter mit niedrigen Preisen bei der Umstellung aufgerundet wurden. Die aufgerundeten Preise wurden in der amtlichen Statistik aber nicht in dem Ausmaß erfasst, wie sie für den Konsumenten wirksam wurden. Der Konsument liegt mit seinem Gefühl also durchaus richtig”, so Gottfried Feurstein, langjähriger Leiter der Statistik beim Amt der Vorarlberger Landesregierung.

Wie verhält es sich mit der Stabilität der Kaufkraft des Euro?

„Auch wenn die Preise für häufig konsumierte Waren bei der Währungsumstellung bedauerlicherweise oft großzügig aufgerundet wurden: Der Binnenwert des Euro und damit die Kaufkraft im Euroraum sind stabil, die Preise stabiler als zu Beginn der neunziger Jahre. Österreich zählt mit seiner durchschnittlichen Inflationsrate seit Beginn der Euroeinführung (Grafik) zu den preisstabilsten Ländern des Euro-Gebietes”, heißt es in der Oesterreichischen Nationalbank.

Weicht die Preisentwicklung in Vorarlberg wesentlich von derjenigen in Österreich ab?

„Darüber lassen sich keine Aussagen treffen, weil ein eigener Lebenshaltungskostenindex für Vorarlberg seit 1. Jänner 2006 nicht mehr berechnet wird. Das hat man eingestellt, weil die Differenzen zu den österreichweiten Werten trotz monatlicher Schwankungen, die sich aber mittel- bis langfristig angeglichen haben, minimal waren”, verdeutlicht Egon Rücker, Leiter der Statistik bei der Vorarlberger Landesregierung, zu den „VN”.

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