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Das Rad nicht jedes Jahr neu erfinden

Am Freitag haben angehende Maturanten ihre Vorwissenschaftlichen Arbeiten (VWA) abgegeben.
Am Freitag haben angehende Maturanten ihre Vorwissenschaftlichen Arbeiten (VWA) abgegeben. ©VOL.AT/Klaus Hartinger
Dornbirn - Am BRG Dornbirn-Schoren ist Direktor Reinhard Sepp zufrieden mit Ablauf und Ergebnissen der VWA.

Kritik an den vorwissenschaftlichen Arbeiten (VWA) äußerten in der vergangenen Woche Eltern- und Schülervertreter auf Bundesebene: Viele Schüler seien mit der Arbeit überfordert, weshalb Eltern oder Ghostwriter diesen Teil der Maturaprüfung übernehmen würden. Gernot Schreyer vom Bundeselternverband geht davon aus, dass dies bei einem Viertel bis zu einem Drittel der Arbeiten der Fall ist. Zu hohe Ansprüche oder auch schlechte Betreuung durch die Lehrer wurden als Gründe genannt, warum Hilfe von Dritten notwendig ist. Bildungswissenschaftler Stefan Hopmann kritisierte, dass zu wenig Wert auf den Inhalt der Arbeiten, wohl aber auf die „Verpackung“ gelegt wird.

Am Bundesrealgymnasium Dornbirn-Schoren kann Direktor Reinhard Sepp die Aufregung nicht wirklich nachvollziehen. Im Gegenteil: Die Auseinandersetzung der Schüler mit einem speziellen Thema ist hier durchaus gewünscht. „Ich bin sogar der Meinung, dass die VWA das beste Stück der neuen Reifeprüfung ist“, sagt Sepp. Bei den Arbeiten gehe es nämlich darum, dass sich Schüler selbstständig und über einen längeren Zeitraum hinweg mit einem Thema auseinandersetzen. „Damit wird genau das erfüllt, was immer eingefordert wird: Schüler können nach ihren eigenen Interessen, ihre Stärken entwickeln. Und dieser Punkt ist bei der vorwissenschaftlichen Arbeit vollkommen erfüllt.“

Von der Bandbreite der Themen, aber auch von der Umsetzung ist Rainer Gögele, Professor für Latein und Religion, beeindruckt. „Bei der Einführung der VWA war ich zunächst skeptisch, bin aber kuriert, weil es eine für mich überraschend hohe Zahl an qualitativ sehr hochstehenden Arbeiten gibt.“ Beispielsweise habe im vergangenen Jahr der Sohn eines Primararztes über Stich- und andere Verletzungen in der Antike geschrieben. „Daran geknüpft war die Frage, ob Verletzungen, die damals zum Tod geführt haben, heute geheilt werden könnten“, berichtet er.

Mehr dazu lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der Neue am Sonntag.

(NEUE am Sonntag)

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