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Das Leben geht weiter - auch ohne Hände

Der 62-jährige Höchster, der mit 21,4 Grad Körpertemperatur in die Uniklinik Innsbruck eingeliefert wurde - die "VN" berichteten - spricht nun über den Verlust seiner Hände.

“Die beiden Hände konnten wir nicht mehr retten”, bestätigt Prof. Hildegunde Piza, renommierte Handchirurgin und Leiterin der Plastischen Chirurgie in Innsbruck. “Auch an den Zehen ist noch einiges zu tun”, fügt sie im “VN”-Gespräch hinzu. Die Familie des Höchsters jedenfalls ist froh, dass der Papa die Nacht im Eis überlebt hat. Er selbst kann sich an das Unglück nicht erinnern. Nicht, dass er auf der Lustenauer Hütte war, nicht dass er einen Herzstillstand im Hubschrauber hatte. Nicht an die Kälte.
“Ich möchte nachhause”
Als er aus dem künstlichen Koma aufwachte, sagte der Höchster als erstes zur Familie: “Was fällt Euch ein? Jetzt bin ich schon drei Tage im Krankenhaus und kein Mensch besucht mich.” Bereits zwei Wochen war er in der Klinik – in Lebensgefahr. Angehörige waren rund um die Uhr bei ihm. Er selbst hat jetzt realisiert, dass er keine Hände mehr hat. Wie ein Briefbombenopfer sehe er aus, meinte er mit Galgenhumor. “Bringt mir meinen Sonntagsanzug, ich möchte nachhause”, verlangte er dennoch. Stattdessen kam Prof. Piza ans Krankenbett in der Station der “Plastischen” im sechsten Stock des Chirurgiegebäudes: “Ich musste ihn vertrösten, vielleicht ist es aber schon in 14 Tagen soweit.” Der Höchster macht Fortschritte. Tag für Tag. Gestern ist er zum ersten Mal längere Zeit gesessen, ein Erfolg. Die Perspektive, die er nun hat, sind für die Handchirurgin Prothesen. An einer, vielleicht auch an beiden Händen. Alles andere sei utopisch. “Damit kann er dann vielleicht eines Tages wieder einen Schlüssel in ein Schloss stecken”, sagt die Ärztin, die Briefbomben-Opfer Theo Kelz die Hände eines Verstorbenen annähte.

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