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Das Hoffen auf "Pickerl-Solidarität"

Die Korridorvignette wurde angenommen. Die ASFINAG beklagt allerdings Mindereinnahmen.
Die Korridorvignette wurde angenommen. Die ASFINAG beklagt allerdings Mindereinnahmen. ©VOL.AT/Roland Paulitsch
Bregenz - Die Korridorvignette produziert Verlust. Abschaffung wahrscheinlich, Linhart will dennoch kämpfen.

Einen umfassenden Fragenkatalog bezüglich Korridorvignette richtete kürzlich der Vorarlberger BZÖ-Abgeordnete Christoph Hagen (43) an Verkehrsministerin Doris Bures (52). Die Antworten brachten zwei grundsätzliche Erkenntnisse: Die Korridorvignette führte zu einer Entlastung des Durchzugsverkehrs in Bregenz mit bis zu sieben Prozent weniger Fahrzeugen an Wochenenden. Dies brachte andererseits der ASFINAG weniger Einnahmen: 900.000 Euro netto allein bis Ende 2010. Die Erklärung für die Mindereinnahmen: Autofahrer, die zuvor eine Zehn-Tages-, Zwei-Wochen- oder gar Jahresvignette gekauft hatten, erwarben billigere Korridorvignetten.

Bures bleibt hart

Die ASFINAG-Erhebung bestätigt damit Befürchtungen, dass das bis zur Inbetriebnahme beider Pfändertunnelröhren befristete Projekt ein finanzieller Verlust ist. In einem VN-Interview hatte Verkehrsministerin Bures angekündigt, die Korridorvignettenregelung zum vorgesehenen Zeitpunkt einzustellen – also 2013, wenn der Verkehr endgültig durch beide Röhren gehen soll. Das gefällt vor allem dem Bregenzer Bürgermeister Markus Linhart (52) nicht. Gemeinsam mit Landeshauptmann Markus Wallner (43), Verkehrslandesrat Karlheinz Rüdisser (57) und SPÖ-Chef Michael Ritsch (43) wolle er für die Beibehaltung der Korridorvignette kämpfen, meinte Linhart.

„Die Vorteile für Bregenz sind eindeutig bewiesen“, argumentiert Linhart. Und fügt an: „Es gibt österreichweit zwar weitere Anträge auf eine Korridorvignette. Und ich habe diese Anträge auch gesehen. Doch ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass die Situation in Bregenz mit dem Transitverkehr von Deutschland in die Schweiz oder umgekehrt unter Nutzung des heimischen Straßennetzes einzigartig ist.“ Linhart war mit seinem Ansinnen bereits in Wien. „Doch dort wurde ich in einem wenig ersprießlichen Treffen von nicht unbedingt ortskundigen Beamten mit nutzlosen Vorschlägen eingedeckt. Nächstes Mal möchte ich Ministerin Bures sehen. Gut wäre, wenn Michael Ritsch wieder mitgeht.“

Solidarität gewünscht

Nicht verstehen kann der Bregenzer Bürgermeister die Ablehnung der Korridorvignette durch die Bürgermeister von Hohenems und Lustenau. Diese registrieren Mehrbelastungen für ihre Kommunen, seit es das Abschnitts-Autobahnpickerl gibt.

Linhart: „Wir haben vor allem Lustenau beim Verkehrsplanungsprozess unterstützt. Ich würde mir da schon ein bisschen mehr Solidarität erwarten.“

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