AA

„Das Glück muss einem hold sein“

Auch die Kleinen können sich der Schönheit der Steine nicht entziehen
Auch die Kleinen können sich der Schönheit der Steine nicht entziehen ©Gerty Lang
 Die 42. Fossilien- und Mineralienbörse zeigte zufriedene Gesichter bei den Ausstellern.
Mineralien- und Fossilientage im Kulturhaus

 

Dornbirn. Von den 5000 Mineralien der Erde sind über die Hälfte so selten, dass maximal fünf Exemplare bekannt sind. Denn, Mineralien gibt es nicht wie Sand am Meer. Ganz anders sah es auf der Fossilien- und Mineralienbörse im Kulturhaus aus. Die Besucher konnten sich über eine riesige Auswahl an Schmuck, Fossilien, einzigartige Mineralien, geschliffene und naturgewachsene Kristallen, Gebrauchs- und Ziergegenstände freuen. Es war ein Fest für die Augen, die heimische Strahler in ihrer Sonderschau präsentierten. Otto Ohrmeier zeigte einen einzigartigen grünen Beryll aus der Ukraine und einen Prasem Granat aus dem Polar Ural, während Gerhard Bischof sich eher auf das Zillertal konzentrierte. Es gab einen Zepteramethyst und einen Vesuvian zu bestaunen. In einer eigenen Vitrine glitzerten die „Vorarlberger Diamanten“ von Martin und Claudia Strobl, welche sie in jahrelanger Strahlertätigkeit zusammengetragen hatten. Die Sammler kennen sich, schätzen vor allem Qualität und Vielfalt. An den Tischen laden sie zu Gesprächen ein, beantworten Fachfragen zu Kristallen und versteinerten Urzeitbewohnern.

Wer suchet, der findet

Der handgefertigte Schmuck von Renate Dusleag besticht durch seine Einzigartigkeit. Die Steine werden von mir penibel ausgesucht und dann zur Halsketten und Ohrgehängen verarbeitet“, erzählte die Schmuck-Künstlerin und Strahlerin. Sie und ihr Mann waren vor kurzem auf La Palma. „Wir sind eben Strahler und können es eben nicht nur beim Wandern belassen“, schmunzelte Paul. „Meine Frau stieß auf ein Lavafeld von unglaublicher Schönheit.“ Denn wer hat schon Lavagestein mit blauen Mineraleinschlüssen gesehen. Das scheint es auf der Kanareninsel tatsächlich zu geben. Renato Kiseljak hatte jede Menge Arbeit. Unzählige Leute warteten, um ihre Mineralien bei ihm bestimmen zu lassen. „Ein lustiges Erlebnis war, als ich einen Stein unter dem Mikroskop hatte, von dem der Besitzer schwörte, dass er diesen aus dem Montafon hätte. Dabei handelte es sich um einen ganz seltenen Fund aus Namibia.“ Auch nach mehreren Runden durch das Foyer des Kulturhauses gab es immer wieder Neues zu entdecken. Wie den Bergerit, ein Neufund aus Südtirol. Bis jetzt ist nur eine Stelle auf 1500 Meter in der Naifschlucht bei Meran bekannt. Seine Farbenpracht erinnert an ein Kirchenfenster. Der Funke als Steinsammler war 1981 auf Wolfgang Gabriel direkt übergesprungen, als er mit Pinzgau und Tessin zum ersten Mal in seinem Leben mit dem Mythos Stein konfrontiert worden war. Schnell füllte sich das Haus mit funkelndem Leben, der Fantasie waren irgendwann keine Grenzen gesetzt, wieder und wieder ein Plätzchen für die kostbaren Schätze zu finden und zu schaffen.

 

 

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Dornbirn
  • „Das Glück muss einem hold sein“
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen