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„Das Erinnern ist eine schwierige Aufgabe“

Die Ausstellung regt dazu an, sich mit Themen wie Vorurteilen, Flüchtlingen und Antisemitismus in der heutigen Zeit auseinanderzusetzen.
Die Ausstellung regt dazu an, sich mit Themen wie Vorurteilen, Flüchtlingen und Antisemitismus in der heutigen Zeit auseinanderzusetzen. ©Laurence Feider
Werner Bundschuh führte Lehrpersonen der MS Markt durch die Ausstellung „Darüber sprechen“.
Ausstellung Darüber sprechen

Dornbirn. „Wissen Sie, sie hat mich Saujüdin geschimpft. Ich bin Jüdin, ich schäm mich dessen nicht, aber Sau bin ich nicht. Und wegen der Sau habe ich ihr eine runtergehaut“ – so heißt es auf einer Tafel der Wander-Ausstellung „Darüber sprechen“, die zwei Wochen lang in der Mittelschule Dornbirn Markt zu sehen war. Vierzehn Menschen sprechen in dieser Ausstellung darüber, was sie während der Nazi-Zeit erlebten. Wie Schulfreunde und Freundinnen mit ihnen umgingen, wie die Nachbarn zu Feinden wurden, der Staat zum Mörder. Wie sie überleben konnten und wie es ihren Familien erging.

Erinnerungen erleben

Im Rahmen einer Lehrerfortbildung war Historiker Werner Bundschuh letzte Woche an der MS Markt und führte interessierte Lehrpersonen durch die Wanderausstellung. „Für die Ausstellung wurden bewusst keine abschreckenden Bilder gewählt, sondern Alltagsaufnahmen der interviewten Personen. Auf der Rückseite jeder Tafel gibt es eine Expertenmeinung aus der Gegenwart“, erklärte Bundschuh. 70 Jahre nach der Befreiung gibt es kaum noch Zeitzeugen des Nationalsozialismus, aus diesem Grund hat der Verein erinnern.at die Wanderausstellung, die sich vor allem auf Video-Interviews der Zeitzeugen stützt, zusammengestellt. Zitate aus diesen Erinnerungen und historisches Bildmaterial führen zu kurzen Videosequenzen, die mit Smartphone, Tablet oder Computer über QR-Link oder den Internet-Link aufgerufen werden können. Die Erinnerungen werden auf der Rückseite jeder Tafel in jeweils verschiedene Zusammenhänge gestellt: Hier sprechen Fachleute, sie erläutern oder regen an, von einer bestimmten Perspektive aus nachzudenken.

Gegenwärtige Relevanz

„Eine der wichtigsten Fragen, die Schüler stellen ist die, was das alles mit ihnen zu tun hat. Schaut man sich die Ausstellung an, erkennt man schnell, dass viele der Themen gerade heute wieder sehr aktuell sind“, so Bundschuh. Die Ausstellung regt dazu an, sich mit Themen wie Vorurteilen, Flüchtlingen und Antisemitismus in der heutigen Zeit auseinanderzusetzen. Verschiedene Materialien wie das Lernheft “ein Mensch ist ein Mensch” unterstützen Lehrpersonen dabei. „Erinnern ist eine schwierige Aufgabe“, betont Werner Bundschuh.

Infos zur Wander-Ausstellung” Darüber sprechen. Nationalsozialismus und Holocaust: Erinnerungen von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen“ findet man auch unter www.erinnern.at.

 

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