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Das Ende eines Männervereins

Lustenau - Sie waren über 25 Jahre unter sich. Als Männer. Und stolz, nur Männer in ihrer Gruppe zu haben. Die Rede ist von den Lusten­auer Schalmeier.

Keine Frauen wollten einige von ihnen. Deswegen drohte ihnen das Ende. Doch statt dem Ende erschienen den Schalmeier nun Frauen. Und eine von ihnen führt den traditionsreichen Fasnatszug nun an – Sandra Stöby. „Es haben mich vergangenen März zwei alte Mitglieder gefragt, ob ich die Gruppe übernehmen wolle. Ich sagte zu. Zumindest für die heurige Fasnat“, erzählt die 24-jährige Dornbirnerin. Mit ihr stießen sieben weitere Mädchen zu den „Greotli“ mit den etwas anderen Blasinstrumenten. Und siehe da: Die Schalmeien erklingen wieder. So hell und fröhlich wie schon lange nicht. „Es war einfach und schwierig zu gleich“, berichtet die ehemalige Schülerin des Konservatoriums. „Einfach deswegen, weil ich ein riesiges Repertoire an Musiknummern vorfand. Schwierig aus dem Grund, weil ich die Schalmeier natürlich neu organisieren musste.“ Was Sandra doch glatt schaffte. Nach ihren ersten Monaten bei der Truppe steht für sie fest: „Ich bleibe den Schalmeier auch über diese Fasnatsaison hinweg treu.“

Mit Papa auf der Bühne

Sandra Stöby ist mit Musik aufgewachsen. Schon früh lernte sie Knopf-Akkordeon, später dann auch Klavier. Im Alter von sechs Jahren trat sie gemeinsam mit ihrem Gitarre spielenden Vater Bernhard bei diversen Veranstaltungen auf. Auch am BRG Schoren übte sie fleißig weiter Klavier und besuchte gleichzeitig das Konservatorium. Die Mutter einer vierjährigen Tochter steht auch auf Blues und Jazz. Früh zog es sie auch in die Fasnat. Bis zu ihrem „Transfer“ zu den Lustenauer Schalmeier war Sandra bei den gleichnamigen Kollegen aus Kehlegg. Insgesamt acht Jahre. Und das mit großer Freude.

Wieder international

Dem Angebot aus Lustenau konnte sie dennoch nicht widerstehen, zumal sie auch um die große Tradition des dortigen Spielmannszugs wusste. Immerhin fünf Mitglieder der alten Garde sind noch geblieben. Und irgendwie hat sie das Gefühl, „dass der eine oder andere von den Alten vielleicht doch wieder zurückkommt. Freuen würde es mich jedenfalls.“ Nach dem Jahr der inneren Konsolidierung mit Auftritten nur in Vorarlberg möchte sie die Schalmeier nächstes Jahr wieder auf die internationale Bühne zurückführen. „Auch darauf freue ich mich sehr.“

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