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Das „Projekt China“ wird fortgeführt

Küchenmeister Schneider, Vizedir. Rongping, Lehrerin Ye Xiaoni servieren „Menü im Doppelpack“ – chinesisch und wälderisch.
Küchenmeister Schneider, Vizedir. Rongping, Lehrerin Ye Xiaoni servieren „Menü im Doppelpack“ – chinesisch und wälderisch. ©stp
Bezauer Wirtschaftsschulen besiegelten Partnerschaft mit der „Lishui Foreign Languages Experimental School“.

Bezau. (stp) „Dieses Projekt ist für Vorarlberg erstmalig, aber es wird für uns wegweisend sein“, legte Direktor Andreas Kappaurer beim multikulturellen Abend in der Aula der Bezauer Wirtschaftsschulen ein klares Bekenntnis ab, das „Projekt China“ weiter zu verfolgen. Ins gleiche Horn stieß Wu Rongping, der stellvertretende Direktor der Schule in Lishui, einer knapp 100.000 Einwohner großen Stadt im Südwesten Chinas. Er hat die Partnerschaft mit Brief und Siegel bekräftigt.

Eine neue Dimension

Zur Weiterführung des Projekts entschloss sich die Bezauer Schule vor allem deshalb, weil auch seitens der chinesischen Gäste großes Interesse an einer dauerhaften Partnerschaft deponiert wurde. Vor allem aber deswegen, „weil dieses Experiment alle Erwartungen übertroffen hat. Schüleraustausch oder Praktika im Ausland sind an unserer Schule seit Jahrzehnten Standard, aber China ist eine ganz andere Dimension, eine Erfahrung, die mit bisherigen Projekten einfach nicht vergleichbar ist“, schwärmt der Schulleiter.

Frage der Konzeption

Dass dieser Austausch mit China so erfolgreich wurde, liegt auch an einer klugen Konzeption. „Wir haben von Anfang an darauf geachtet, dass es keine ,Gruppenreise‘ wird, bei der die Teilnehmer gemeinsam in einer Jugendherberge oder einer Pension untergebracht sind, die ganze Zeit unter sich bleiben und eigentlich nur ein ,touristisches Programm‘ absolvieren. Unsere Schülerinnen und Schüler bzw. deren Eltern sind Gastgeber für die chinesischen Gäste, die so für zehn Tage ein Teil der heimischen Familien werden. Umgekehrt funktioniert es genauso – und damit bekommen die Teilnehmer am Schüleraustausch hautnahen Kontakt zu den Menschen im jeweiligen Gastland“, verrät Kappaurer ein „Geheimnis“ des Erfolgs. Zweite wichtige Säule dieses Erfolgs: Ye Gianoshan, eine gebürtige Chinesin, die seit rund 20 Jahren in Vorarlberg lebt, hier mit einem Vorarlberger verheiratet ist und Familie hat. Sie hat die Schülerinnen und Schüler auf das Abenteuer China vorbereitet, sie auch auf der Reise nach China begleitet und ihnen dort unvergessliche Erfahrungen ermöglicht, die für Touristen nie möglich gewesen wären. In Bezau war sie unter anderem damit beschäftigt, ihren jungen Landsleuten den Bericht in der VN-Heimat über den ersten Teil des Austauschs zu übersetzen.

Echter Kulturaustausch

„Was mich an den Gästen am meisten fasziniert hat, war ihre Neugier – sie waren unglaublich wissbegierig und haben einfach alles hinterfragt, wollten Auskunft über unzählige Dinge und haben auch vieles anerkennend kommentiert. Besonders beeindruckt hat sie die Sauberkeit und die Vielfalt unserer Dörfer und Landschaft“, fasste Dir. Kappaurer zusammen. Der Kulturaustausch ging buchstäblich bis in die Küche – beim gemeinsamen Chinaabend gab es ein doppeltes Menü, bei Suppe, Hauptgang und Dessert waren jeweils die gleichen Zutaten chinesisch und wälderisch zubereitet. Für Küchenmeister Josef Schneider und seine Crew eine besondere Herausforderung, Suppe, Huhn und gebratene Banane originalgetreu auf den Teller zu bringen.

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