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Darfur: Rice besucht Flüchtlingslager

US-Außenministerin Condoleezza Rice hat am Donnerstag ein Flüchtlingslager in der sudanesischen Krisenregion Darfur besucht und von der Regierung Taten statt Worte für ein Ende der dortigen Gewalt gefordert.

In den Augen der internationalen Gemeinschaft habe die sudanesische Regierung ein Glaubwürdigkeitsproblem, was die Lösung des Konflikts im Westen des afrikanischen Landes angehe, sagte Rice. Im Flüchtlingslager Abu Schuk machte sie sich persönlich ein Bild von der Situation der Menschen, die von den bewaffneten Milizen aus ihren Dörfern vertrieben worden sind.

Zuvor war es in der Hauptstadt Khartum zu diplomatischen Spannungen zwischen beiden Seiten gekommen. Sudanesische Sicherheitskräfte gingen grob gegen Vertreter der US-Delegation und US-Journalisten vor, die das Treffen von Rice mit Präsident Omar al-Bashir beobachten wollten. Nach US-Angaben entschuldigte sich der Sudan später.

„Willkommen, willkommen Condoleezza“, sangen Kinderchöre, als die Außenministerin in dem Flüchtlingslager – derzeit Heimstätte für rund 50.000 Vertriebene – ankam. Sie sprach auch mit weiblichen Vergewaltigungsopfern und zeigte sich sichtlich betroffen. „Diese Geschichten sind unglaublich, aber wahr … Wir müssen eine deutlichere Antwort darauf haben“, sagte Rice mit Blick auf die sudanesische Führung.

Bei dem seit mehr als zwei Jahren andauernden Konflikt sind von den arabischen Milizen nicht nur hunderttausende, zumeist schwarzafrikanische Menschen aus ihren Dörfern verjagt, sondern auch zehntausende Menschen getötet worden. Die Rebellen der Region warfen der Regierung wiederholt vor, die Milizen zu unterstützen. Allerdings führten die Konfliktparteien zuletzt Gespräche und einigten sich auf ein Grundsatzabkommen für ein friedliches Miteinander. Im Zuge dessen wurde der frühere Rebellenführer John Garang zum Vize-Präsidenten ernannt.

Rice betonte, die US-Regierung unterstütze die neue sudanesische Regierung. Einer ihrer Begleiter erklärte jedoch, die Ministerin habe bei den Gesprächen mit Al-Baschir vor ihrem Abflug in die Krisenregion auch signalisiert, dass das Darfur-Problem einer Verbesserung der Beziehungen zwischen beiden Staaten im Wege stehe.

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