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Darfur: Erste afrikanische Truppe trifft ein

Eine erste Truppe der Afrikanischen Union (AU) zum Schutz der Waffenstillstands-Beobachter in Darfur wird am Samstag in der Krisenregion eintreffen. Das erste Kontingent besteht aus 150 Soldaten aus Ruanda, dem 150 aus Nigeria folgen.

Die Truppe soll die derzeit 120 AU-Beobachter schützen, die in Darfur den Waffenstillstand zwischen schwarzafrikanischen Rebellen und den von der Regierung unterstützten arabischen Janjaweed-Miliz vom 8. April überwachen. Seit Februar 2003 sind bei den Kämpfen zwischen Rebellen und den Milizen in Darfur Schätzungen zufolge bis zu 50.000 Menschen getötet worden.

Die sudanesische Regierung will indessen offenbar am Wochenende Sicherheitszonen für Flüchtlinge in der Krisenregion Darfur im Westen des Landes ausweisen. Khartum habe ein Bündel von Maßnahmen und einen Zeitplan für die Umsetzung des mit der UNO vereinbarten Aktionsplans vorgelegt, sagte ein UNO-Sprecher am Freitag. Dazu zähle auch eine Liste von Zonen, die innerhalb von 30 Tagen in sichere Gebiete umgewandelt werden könnten.

Der UNO-Sicherheitsrat hatte den Sudan am 30. Juli in einer Resolution aufgefordert, binnen 30 Tagen die Gräuel in der Darfur- Region zu beenden. Anschließend war ein 12 Punkte umfassender Aktionsplan vom sudanesischen Außenminister Ismail und dem UNO- Sondergesandten Pronk ausgehandelt worden.

Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR betonte, die Bedingungen für eine Rückkehr der Flüchtlinge in ihre Heimatorte in Darfur dürften kurzfristig kaum herzustellen sein. „Ich habe dort eine tragische Situation vorgefunden, die mehr als eine Million Menschen betrifft“, sagte ein UNHCR-Sprecher nach seiner Rückkehr aus dem Flüchtlingsgebiet im benachbarten Tschad.

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