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Damm im Tullner Becken gesprengt

In Niederösterreich wurde ein Damm im Tullner Becken gesprengt, damit die Wassermassen zur Donau abfließen können. Um die Sprengung durchzuführen, war das Bundesheer im Einsatz.

Südwestlich von Absdorf im Tullner Becken ist heute, Donnerstag, Vormittag in Zusammenarbeit von Feuerwehr und Bundesheer ein Damm gesprengt worden. Diese Maßnahme sollte dazu beitragen, dass Wassermassen, die am Mittwochnachmittag aus dem Raum Grafenwörth plötzlich in den Bereich eingedrungen waren, wieder zur Donau abfließen konnten. Vor allem die kleine Ortschaft Winkl war voll getroffen und überflutet worden.

Um die Sprengung durchführen zu können, waren Experten des Bezirksfeuerwehrkommandos Tulln von einem Bundesheer-Hubschrauber auf den Damm geflogen worden. Sie brachten Donarit an, das anschließend ferngezündet wurde. Binnen 30 Minuten erfolgten zwei Sprengungen von Öffnungen mit jeweils sieben Meter Breite.

Die fallenden Pegelstände der Donau haben in den Bezirken Amstetten, Melk und Krems die Situation verbessert, so die Feuerwehr. Die Einsatzkräfte arbeiteten am Donnerstag mit Hochdruck an der Aufräumung, um der Bevölkerung möglichst rasch wieder eine funktionierende Infrastruktur zur Verfügung stellen zu können.

Die Feuerwehr berichtete weiter von einem massiven Ölaustritt in Joching (Bezirk Krems). Spezialisten der Schadstoffgruppe der FF St. Pölten-Stadt wurden entsandt, um dieses Problem zu beheben.

80 Soldaten des Bundesheeres waren in der Nacht auf Donnerstag aus der Kaserne Mistelbach nach Laa a.d. Thaya ausgerückt. Wassermassen aus Tschechien hatten die Bezirkshauptmannschaft veranlasst, den Assistenzeinsatz zur Unterstützung der Feuerwehrkräfte anzufordern. Die Situation entspannte sich am Vormittag, zumal der Pegel der Thaya wieder fallende Tendenz aufwies, hieß es im Militärkommando NÖ.

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