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Damit niemand unter die Räder kommt

Vor über fünf Jahren gründete der Bregenzer Michael Chmela den Verein "Omnibus". Das Wort kommt aus dem lateinischen und bedeutet "für alle".

Als Wolfgang 1987 erstmals in die Psychiatrie kam, dachte er sich: „Ich bin alleine mit meinem Problem.“ Heute weiß er, dass es viele Menschen mit psychischen Krankheiten und Problemen gibt. Auch in Vorarlberg.

Vor über fünf Jahren gründete der Bregenzer Michael Chmela den Verein „Omnibus“. Das Wort kommt aus dem lateinischen und bedeutet „für alle“. Was mit einer losen Selbsthilfegruppe begann, hat sich inzwischen professionell entwickelt. Seit zwei Jahren können sich Menschen mit psychischen Problemen in der Anton-Schneider-Straße Hilfe holen. Das Besondere daran: Dort beraten Leute, die selbst in psychiatrischer Behandlung waren. Momentan sind es drei Mitarbeiter(innen).

“Die Verdrängung ist sehr groß“, stellt Vereinsgründer Chmela fest. Für Betroffene ist es schwierig, einen Weg aus der Isolation zu finden. Dort setzt die Selbsthilfegruppe an. Jeden Mittwoch gibt es ein Treffen, bei dem Erfahrungen ausgetauscht werden können. Kommen kann jede/r. Die Regeln gelten auch für alle: Verschwiegenheitspflicht, jede/r darf zu Wort kommen, es besteht aber auch die Möglichkeit zu schweigen.

Manchmal gehen die Berater(innen) auch zu Vorstellungsgesprächen, Arztbesuchen oder auf Wohnungssuche mit. Je nach Bedarf, zur Unterstützung und um zu vermitteln „Du bist nicht allein“.


1998 Vereinsgründung „Omnibus“, ca. 60 Mitglieder
2001 Beratungsstelle Anton-Schneider-Straße 21, 3 Mitarbeiter(innen), Finanzierung durch Bund (80 Prozent) und Land (20 Prozent), für Beratung fallen keine Kosten an, zirka 300 Personen haben Beratung in den letzten zwei Jahren in Anspruch genommen, Selbsthilfegruppe trifft sich jeden Mittwoch um 19 Uhr

Adresse: „Gleiche beraten Gleiche“, Anton-Schneider-Straße 21, 6900 Bregenz, Tel. 05574 54695, 0664 4446379, E-Mail: omnibus.beratung@vol.at, Öffnungszeit: Montag bis Freitag, 9–13 Uhr


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