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Da sein für Menschen mit seelischen Erkrankungen

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Foto: Gehen ©Symbolbild

Dornbirner Beratungsstelle der pro mente Vorarlberg gibt vielseitige Hilfe und Unterstützung

Der aktuelle Jahresbericht von pro mente Vorarlberg widmet sich der Frage “Was hilft der Seele in der Psychiatrie?” Dr. Hermann Elgeti, externer Berater des Vorarlberger Psychiatriebeirates, ging dieser Frage anlässlich des 20jährigen Bestehens von pro men-te Vorarlberg nach. Im vergangenen Jahr haben sich 616 KlientInnen in Dornbirn an die Einrichtung gewandt und dort Information, Hilfe und Unterstützung bekommen haben.

In den vergangenen Jahrzehnten ist die Sozialpsychiatrie durch eine intensive Entwicklung gegangen. Doch bei allem Erreichten – auch in Vorarlberg – ist dieser Prozess noch nicht abgeschlossen. Im Rahmen der 20Jahrfeier widmete sich Hermann Elgeti in seinem Vortrag der Frage “Was hilft der Seele in der Psychiatrie?” Drei Faktoren seien zu beachten, um auch in Hinkunft Menschen mit seelischen Erkrankungen bestmöglichst zu unterstützen. Das soziale Sicherungssystem muss die vorhandenen Ressourcen gerecht. Als zweiten Punkt nennt er die therapeutische Beziehung – sie muss im Zentrum stehen. “Es braucht Zeit für die Ich-Du-Begegnung zwischen KlientInnen und TherapeutInnen. Standardisierung schadet diesem Prozess”. Als dritten wesentlichen Faktor sieht er die Notwendigkeit, neben der medizinisch-biologischen Betrachtung philosophische, tiefenpsychologische und sozialwissenschaftliche Ansichten von der Seele mit einzubeziehen.

Eine Stimme für Betroffene

Für Rahmenbedingungen, die diese Faktoren mit einbeziehen, setzt sich auch pro mente Vorarlberg ein. “Die Stimme zu erheben für Menschen mit seelischen Erkrankungen ist uns – neben der medizinischen und therapeutischen Begleitung – ein zentrales Anliegen”, betont Dr. Andreas Gruber, Facharzt in der Dornbirner Beratungsstelle. Vor 20 Jahren war pro mente Vorarlberg wesentlich mitbeteiligt an der Schaffung sozialpsychiatrischer Strukturen. Die Intention war klar: Menschen mit seelischen Erkrankungen brauchen – neben der stationären Betreuung – ein zusätzliches Spektrum an therapeutischen Angeboten. So erfolgte im Auftrag des Landes der Aufbau einer ambulanten Struktur, die sich in den vergangenen Jahren Schritt für Schritt entwickelt hat. Die medizinischen und therapeutischen Wege sind je nach Krankheitsbild unterschiedlich. Alle gemeinsam haben jedoch das Ziel, Betroffene dort abzuholen, wo sie stehen, ihnen Türen zu öffnen, sie zu ermutigen und zu befähigen, wieder auf eigenen Füßen zu stehen.
Hand in Hand: medizinische und therapeutische Begleitung
Auf diesem Weg werden die PatientInnen von medizinischen und therapeutischen Fachkräften in Dornbirn ganzheitlich begleitet: ambulant in der Beratungsstelle und im Rahmen von Hausbesuchen, in der Wohngemeinschaft, im Tageszentren und in der Werkstatt sowie in der Jugendberatungsstelle. Das Angebot von pro mente Vorarlberg richtet sich an Menschen, die an seelischen Störungen wie etwa Schizophrenien, Depressionen, Manien, Angststörungen, Zwangserkrankungen oder posttraumatischen Störungen leiden.

Infos:Beratungsstelle Dornbirn: T 05572-20110-0 E beratungsstelle.dornbirn@promente-v.at
H www.promente-v.at

Fact box
Zahlen 2010
Beratungsstelle Dornbirn
• Betreuungsstunden: 14.990,50
• Anzahl KlientInnen: 616
Werkstätten
• Arbeitstrainingsprojekte: 21
• KlientInnen Beschäftigungsprogramm: 29
Beratungsstelle Jugend
• Betreuungsstunden: 463
• Anzahl der KlientInnen: 12.031

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