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D: Jugendlicher wollte Irak-Krieg spielen

Der von der Polizei vor gut einer Woche bei Lindau in Kampfmontur und mit einer 5,6 Millimeter-Pistole gestellte 14-jährige Schüler wollte Szenen aus dem Irak-Krieg nachspielen.

Nach Angaben der Polizei vom Freitag hatte der Jugendliche als Motiv eine TV-Reportage über den Irak-Krieg angegeben. In dem Beitrag waren US-Soldaten gezeigt worden, wie sie abends Autos kontrollierten. Der 14-Jährige fand diese Vorgehensweise so faszinierend, dass er es selbst ausprobieren wollte. Er habe sich keine Gedanken über mögliche Folgen und Gefahren gemacht.

Der mit einem Tarnanzug, schwarzer Sturmhaube, Handschuhe, Brille und Helm Bekleidete hatte bei seinem „Einsatz“ neben einer Taschenlampe auch eine geladenen Pistole in der Hand und hielt Autos an. Eine Zivilstreife hatte den zunächst Unbekannten mit gezogener Dienstwaffen entwaffnet und gefesselt. Unter dem Helm war ein unbedarft dreinblickender Jugendlicher zum Vorschein gekommen. Hätte er seine Waffe nicht sofort abgelegt, wäre es unter Umständen zu einem folgenschweren Schusswaffengebrauch gekommen.

Neben der Waffe führte der Junge mehrere Messer, einen Wurfstern, einen Schlagring, eine Handgranaten-Attrappe und ein Funkgerät mit sich. Er hatte die Pistole nach eigenen Angaben aus dem Nachtkästchen seines Vaters geholt. Im Patronenlager waren eine, im Magazin noch vier Patronen Munition. Der Jugendliche war bislang nach Behördenangaben unauffällig, ein guter Schüler, Sportler und Musiker. Eine Vorbereitungshandlung für eine schwerwiegendere Straftat werde ihm derzeit nicht unterstellt.

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