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D: Juden kritisieren Aussagen des Papstes

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Paul Spiegel, hat Äußerungen von Papst Benedikt XVI. zum Terrorismus kritisiert. Papst wird beim Weltjugendtag in Köln Synagoge besuchen.

Die Gewalt, unter der Israel zu leiden habe, sei dabei nicht erwähnt worden, zitierte die Zeitung „Die Welt“ (Freitagausgabe) Spiegel. Er würde gerne von ihm erfahren, „warum er kürzlich den Terrorismus in Ägypten, England, der Türkei und im Irak verurteilt hat, aber nicht den Terrorismus, unter dem Israel seit vielen Jahren zu leiden hat“, erklärte Spiegel.

Die Tatsache, dass der Papst bei seinem Besuch in Köln anlässlich des Weltjugendtages wohl erstmals eine Synagoge in Deutschland betreten wird, nannte Spiegel ein „historisches Ereignis“. Er selbst hoffe, ein paar Worte mit Benedikt XVI. wechseln zu können, fügte er hinzu.

Die bisherigen Distanzierungen der moslemischen Repräsentanten in Deutschland anlässlich der neuerlichen Anschläge nannte Spiegel überzeugend und betonte, er glaube, dass die Mehrheit der Moslems hier zu Lande friedlich leben wolle. Gleichzeitig warnte er vor Hysterie angesichts des Terrors und wandte sich dem Blatt zufolge gegen Rufe nach schärferen Vorkehrungen. Es gelte vielmehr, die bestehenden Gesetze konsequent anzuwenden.

Nachdrücklich warb der Zentralrats-Präsident auch für einen Trialog der drei monotheistischen Religionen Christentum, Judentum und Islam in Deutschland. Bisher sei dieser nicht zu Stande gekommen, da es an repräsentativen Gesprächspartnern auf islamischer Seite fehle. „Ich kann mir keine Religion vorstellen, die das Auslöschen von Menschenleben auf dem Programm hat“, betonte Spiegel. „Es wäre ein Zeichen, wenn man eine große Veranstaltung machen könnte, an der alle drei Religionen aktiv beteiligt sind, und die sich öffentlich mit diesem Thema auseinander setzt. Das wäre ein gutes Zeichen, für alle“, zitierte ihn das Blatt.

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