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D: Ärzte wollen Streik verschärfen

Die Ärzte an den deutschen Universitäts-Kliniken wollen ihren seit fünf Wochen andauernden Arbeitskampf für mehr Gehalt und bessere Arbeitsbedingungen noch einmal verschärfen.

Bis Ende der Woche werde die Tarifkommission des Marburger Bundes darüber entscheiden, sagte der Sprecher der Ärztegewerkschaft, Athanasios Drougias, am Donnerstag. An der Berliner Charité stimmten die Mediziner in einer Urabstimmung über einen Streik ab, der am Montag beginnen könnte. Das Ergebnis soll am Freitag vorliegen. Mit ihren rund 2.200 Medizinern ist die Charité die größte Universitätsklinik in Deutschland.

Für die Mediziner der Charité wird gesondert verhandelt, weil Berlin nicht mehr der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) angehört. Die Tarifgespräche sollen am Freitag fortgesetzt werden, sagte eine Unternehmenssprecherin. Sie waren Anfang vergangener Woche abgebrochen worden.

Bei der Urabstimmung registrierte der Marburger Bund eine hohe Wahlbeteiligung. „Es zeichnet sich eine deutliche Mehrheit für einen Streik ab“, sagte Drougias. Der Ausstand ist zunächst für zwei Wochen geplant. Für die Mediziner gilt seit Mai 2004 nur ein Übergangsvertrag, mit dem sie eigenen Angaben zufolge erhebliche Gehaltseinbußen zu verkraften haben.

Bundesweit streiken die Universitäts-Mediziner bereits seit Mitte März. Sie fordern 30 Prozent mehr Gehalt und bessere Arbeitsbedingungen.

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