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Cote d´Ivoire: Europäerinnen vergewaltigt

Bei den Unruhen in der westafrikanischen Republik Cote d’Ivoire (Elfenbeinküste) sind nach Angaben des französischen Militärs zahlreiche Europäerinnen vergewaltigt worden.

Ein französischer Offizier, der nicht namentlich genannt werden wollte, sagte am Freitag in Paris, „einige Dutzend“ weißer Frauen seien vergewaltigt worden, wollte aber keine genaue Zahl nennen. Zugleich erklärte der Offizier, es gebe keinen Todesfall.

Der Befehlshaber der französischen Truppen in der Elfenbeinküste, General Henri Poncet, hatte am Vorabend ebenfalls von Vergewaltigungen gesprochen, aber keine Zahlen genannt. Am Mittwoch hatten Frankreich und mehrere andere europäische Staaten damit begonnen, hunderte Europäer aus dem westafrikanischen Bürgerkriegsland zu evakuieren.

“Hass-Medien” verurteilt

Kofi Annan verurteile er in diesem Zusammenhang die „Hass-Medien“, die Spannungen verstärkten und zu Fremdenhass und Gewalt aufstachelten, sagte Annans Sprecher Fred Eckhard am Donnerstag in New York.

Annan erinnere alle Betroffenen daran, dass sie für ihre Taten nach internationalem Recht zur Verantwortung gezogen werden könnten. Der UN-Generalsekretär fordere die Behörden auf, alles zu tun, um „eine verheerende Rückkehr des innerethnischen Konflikts zu verhindern und der Gewalt gegen unschuldige Zivilisten und die Zerstörung ihres Besitzes ein Ende zu setzen“.

Rundfunk- und Fernsehstationen in dem westafrikanischen Staat hatten in den vergangenen Tagen massiv fremdenfeindliche Parolen gesendet, vor allem anti-französische, und zur Gewalt aufgerufen. Bei den Unruhen wurden seit vergangener Woche unterschiedlichen Angaben zufolge zwischen 22 und 64 Menschen getötet. Am Wochenende war es in Cote d’Ivoire zu gewalttätigen Ausschreitungen gegen Ausländer, vor allem Franzosen, gekommen. Vorausgegangen war ein ivorischer Luftangriff auf die Rebellenhochburg Bouake, bei dem am Samstag neun französische Soldaten und ein US-Bürger getötet wurden. Die französische Armee zerstörte daraufhin die beiden einzigen Kampfflugzeuge des Landes und zog den Ärger der Regierungsanhänger auf sich.

Am Donnerstagabend wurden 500 weitere Franzosen und andere Ausländer aus Cote d’Ivoire ausgeflogen. Die von Frankreich gecharterte Boeing 747 habe die ivorische Wirtschaftsmetropole Abidjan am späten Donnerstag Richtung Paris verlassen, sagte ein französischer Armeevertreter der Nachrichtenagentur AFP. Seit Mittwoch brachten insgesamt fünf Maschinen hunderte Ausländer außer Landes. Nach Angaben aus französischen Diplomatenkreisen sollten am Freitag 770 weitere Ausländer evakuiert werden. Die deutsche Bundesluftwaffe hilft Frankreich bei den Evakuierungen aus dem krisengeschüttelten Staat, in dem seit September 2002 Rebellen gegen die Regierung von Präsident Laurent Gbagbo kämpfen.

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