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Connecticut: Homo-Partnerschaften legalisiert

Als dritter Bundesstaat der USA hat Connecticut die Lebensgemeinschaften von Homosexuellen rechtlich anerkannt. Die Reform in Connecticut dürfte in den USA die Debatte um die Rechte der Homosexuellen neu aufleben lassen.

Die Gouverneurin des Neuenglandstaates, Jodi Rell, setzte am Mittwochabend (Ortszeit) ein entsprechendes Gesetz, das zuvor vom Regionalparlament verabschiedet worden war, mit ihrer Unterschrift in Kraft. Damit wird in Connecticut die „civil union“ (Zivilgemeinschaft) von homosexuellen Paaren eingeführt. Sie hat zwar nicht denselben Rang wie die Ehe, stellt Schwule und Lesben jedoch etwa bei Erbschaften, Krankenversicherung und Krankenhausbesuchen gleich.

Sie glaube nicht „an Diskriminierungen irgendwelcher Art“, begründete Rell ihre Unterschrift. Die Gouverneurin hob allerdings auch hervor, dass das neue Gesetz die „Ehe“ ausdrücklich allein der Verbindung zwischen Mann und Frau vorbehalte. Als bislang einziger der 50 US-Staaten hatte das ebenfalls in Neuengland gelegene Massachusetts im vergangenen Jahr die vollgültige Ehe unter Homosexuellen eingeführt. Die „Zivilgemeinschaft“ als Stufe darunter gibt es wiederum bereits seit fünf Jahren im Neuenglandstaat Vermont.

Die Reform in Connecticut dürfte in den USA die Debatte um die Rechte der Homosexuellen neu aufleben lassen. Das Thema hatte auch im Wahlkampf des vergangenen Jahres eine große Rolle gespielt. Präsident George W. Bush lehnt vollgültige Ehen unter Homosexuellen ab und strebt ein entsprechendes Verfassungsverbot an. Gegen die „civil unions“ auf Ebene der Bundesstaaten hat er allerdings keine Einwände.

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